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segunda-feira, 28 de setembro de 2015

Review: Sonos Play:3 System (im Gift Pack mit der Sonos-Bridge)


 Derzeit bietet Sonos noch bis Ende des Jahres ein eigenes "Bundle" bzw. "Giftpack" um 299,- an, in dem der Play:3 sowie die dazu notwendige Bridge beinhaltet sind. Man spart sich den Preis der Bridge und kann sofort mit dem "Streamen" loslegen?
Ist das Sonos-System überhaupt notwendig? Bringt es was? Dazu habe ich mir schon zuvor einige Gedanken gemacht, und ich denke ja, es bringt sehr wohl was, denn bisher habe ich keine praktische Lösung gefunden, um meine gesamte Musiksammlung aus dem Netzwerk intuitiv und kabellos an einen oder sogar mehrere Lautsprecher zu streamen.

Das Bundle wird in einer eigenen "Gift"-Schachtel verkauft, die ähnlich wie die Originalschachteln vom Play:3 und der Bridge designed wurde, und diese beiden nochmals extra verpackt beinhaltet.
Der Inhalt ist durchaus elegant verpackt, aber beide Male vom Inhalt relativ minimalistisch. Außer Stromkabel sowie einem schmucken Flachband-LAN-Kabel findet man beim Play:3 nur noch den Quickstart Guide samt Installations-CD. Die Bridge hat exakt dasselbe Flachbandkabel beigepackt, außerdem ein sehr kompaktes externes Netzgerät und einen gleich designten Quickstart Guide.
Die Produkte von Sonos sind vorwiegend in weiß gehalten, wie auch die Kabel etc., was für ein einheitliches "corporate Design" sorgt.
Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut. Der Play:3 Lautsprecher wirkt solide und wertig und hat auch einiges an Gewicht, das er auch benötigt, denn der Passivradiator hinten verwendet zum Tuning eine zusätzliche Masse, die für gewisse Vibrationen sorgt, was bei einem zu leichten Lautsprecher dazu führen würde, dass er bei höheren Pegeln zum Wandern beginnt. Am Lautsprecher sind nur 3 Tasten vorhanden, 2 für die Lautstärke und eine Taste zur Stummschaltung, warum diese Tasten so wichtig sind, werden wir später noch sehen. Hinten ist der Stromanschluss sowie eine LAN-Buchse. Der Lautsprecher hat aber auch WLAN eingebaut, sodass das Stromkabel im Grunde genommen genügt, um ihn betreiben zu können.
Für die Funktion und die Einbindung in ein Sonos-Netzwerk wird natürlich auch die Bridge benötigt, die die notwendige Netzwerk-Infrastruktur erst ermöglicht. Die Bridge ähnelt einem kleinen Router und hat hinten 2 LAN-Buchsen, wie dem Anschluss für das Netzteil. Außerdem befindet sich oben eine einzige Taste, um die Bridge im System zu registrieren.

Das Sonos-System funktioniert grob erklärt folgendermaßen:
Eine Bridge verbindet sich mit dem eigenen Netzwerk und hat so Zugriff auf die eigenen Musikfreigaben, die Bridge hat außerdem dank des Routers auch Verbindung zum Internet, wo weitere abonnierte Musikdienste aus dem Internet, oder auch zahlreiche frei verfügbaren Internetradiosender abgespielt werden können. Die Bridge baut ein eigenes unabhängiges Wireless-Netzwerk auf, mit dem sich dann die weiteren Sonos-Player automatisch verbinden können.
Für die eigentliche Wiedergabe wird mindestens ein Sonos-Player benötigt. Dies kann einerseits ein Aktivlautsprecher von Sonos selbst sein, wie eben die beiden Modelle Play:3 und der größere Play:5, oder man kann auch einen Zoneplayer verwenden, wobei der kleine Zoneplayer nur einen Line-Out Ausgang für Aktivlautsprecher oder einen zusätzlichen Verstärker bietet. Der große Zoneplayer hingegen kann als vollwertiger Verstärker bezeichnet werden, da er mit eigenem Lautsprecheranschluss ausgestattet ist. Alle Player sind mit der Bridge kabellos verbunden, bieten jedoch auch die Möglichkeit per LAN-Kabel verbunden zu werden. Darüber hinaus arbeiten sie auch als Repeater und erweitern das Sonos-Netzwerk für weitere Player, die dann nicht mehr mit der Bridge direkt, sondern mit einem Player davor kommunizieren, falls die Reichweite bis zur Bridge nicht mehr ausreichen sollte. Im Grunde geonmmen handelt es sich dabei um ein ausgeklügeltes und intelligentes System.


Wahrscheinlich war auch deshalb die Installation kinderleicht. Ich habe nicht mal die Quickguide richtig gelesen, noch die InstallationsCD gestartet. Ich habe die Bridge zuhause einfach an meinen Router an einen freien LAN-Port angehängt und konnte sie mit der Iphone-App sofort konfigurieren. Gleich im Anschluss wurde ich von einem Update benachrichtigt, das dann auch automatisch geladen und installiert wurde. Viele Einstellmöglichkeiten hatte ich sonst nicht, erst nachdem sich auch der Play:3 im Netzwerk eingeklinkt und sein verfübares Update geladen hat, konnte ich meine Musiksammlung indizieren lassen. Hierzu bietet Sonos die Möglichkeit das Netzwerk nach Freigaben zu durchsuchen, oder man weiss die UNC-Pfade von selbst und gibt diese samt Benutzer und Passwort (falls notwendig) ein.


Die Indizierung hat bei meiner Musiksammlung, die etwa 61.000 Titel beinhaltet und über 400Gb groß ist, nicht ganz eine Stunde gedauert. Während dieser Zeit konnte ich nur die Internetradiosender ausprobieren und schon mal austesten wie der Play:3 eigentlich klingt. Erst nachdem die Indizierung abgeschlossen war, konnte ich auf meine Musikordner zugreifen, oder wie sonst üblich über die ID3-Tags nach Album, Artist, Titel etc. blättern bzw. suchen. Die meisten Alben wurden sauber und den Tags entsprechend importiert, teilweise auch mit Covern, wobei die Cover vermutlich nur dann übernommen wurden, falls sie auch in den ID3-Tags gespeichert waren. Eine Coverdatei im selben Ordner wurde hingegen ignoriert. Vielleicht muss man die Coverdateien speziell formatieren, um diese fürs Sonos-System ebenfalls sichtbar zu machen, hierfür hätte ich wohl doch die Anleitung bemühen sollen.
Bekannt ist das Sonos-Limit von 65.000 Titeln. Was passiert, wenn die eigene Musiksammlung diesen Wert übersteigt, kann ich nicht sagen. Angeblich kann man dann trotzdem über Ordner zugreifen. Ich habe jedoch gemerkt, dass auch die Aktualisierung der Ordneransicht jedes mal einer neuerlichen Indizierung bedarf. Ich habe testweise 2 neue CDs auf mein NAS kopiert, diese wurden erst sichtbar, nachdem ich die Indizierung neu gestartet habe, was auch wieder mehrere Minuten gedauert hat. Kauft man sich also täglich ein neues Album oder sogar mehrere, muss man auch täglich den Index starten, damit diese Musik auch tatsächlich vom Sonos-System erkannt wird. Wie lange die Indizierung von größeren Änderungen an der Musiksammlung benötigen würde, kann ich nicht sagen. Aber ich führe gerne ab und zu mal einige "Aufräumarbeiten" an meiner Musik durch, verschiebe Ordner, gruppiere sie neu etc. Vermutlich müsste Sonos dann den Index völlig neu schreiben, was wiederum bis zu einer Stunde dauern würde.

Die App von Sonos ist zwar übersichtlich gestaltet und halbwegs logisch aufgebaut, hat mich jedoch auf dem Iphone nicht so sehr überzeugt, da man hier fast dauernd hin- und herblättern muss, um etwaige Änderungen am System durchführen zu können, oder einfach nur mal den Equalizer anzupassen.
Am Ipad hat die App einen viel benutzerfreundlicheren Eindruck hinterlassen, da hier die wichtigsten Einstellungen direkt über die Hauptseite ersichtlich und auch erreichbar sind. Ich kann auf der Hauptseite links meine Zonen verwalten (falls mehrere vorhanden sein sollten), in der Mitte wird der aktuell abgespielte Stream samt der dazugehörigen Playlist dargestellt, die ich jederzeit ändern kann, ganz rechts kann ich immer auf das Musikmenü zugreifen, wo sich meine Bibliothek befinded, oder man einen Radiosender wählen kann, bzw. auch einen anderen Musikdienst, falls man diesen abonniert hat. Auch die Systemeinstellungen wie eben der besagte Equalizer lassen sich vom Menü in der Fußleiste direkt anwählen. Man muss am Ipad nicht dauernd rumblättern, sondern hat alles immer im Griff und im Überblick.


Wählt man einen Titel aus, wird man jedes mal mit einem Popup gefragt, ob dieser sofort abgespielt werden soll, oder am Schluss der Playlist hinzugefügt. Sonos erstellt automatisch immer eine Playlist, sobald ein Titel abgespielt wird. Diese Sonos-Playlist kann man im Nachhinein jederzeit anpassen und auch unter einem eigenen Namen abspeichern. Das Löschen von einzelnen Titeln geschieht schnell und unkompliziert mit dem üblichen Wisch nach rechts. Alles in allem sehr durchdacht und komfortabel zu bedienen. Ich muss wirklich sagen, dass das Sonos-System bei weitem den benutzerfreundlichste Medienplayer bietet, den ich jemals ausprobieren konnte, vor allem am Ipad. Am Iphone war die Bedienung dann doch etwas kompromissbehaftet.

Ich habe das Sonos-System sowohl in meinem eigenen Heimnetzwerk ausprobiert, als auch im Firmennetzwerk. Wie schon zuhause wurde auch im Firmennetzwerk die Bridge sofort freundlich aufgenommen, und ich konnte hier genauso Freigaben erstellen, auf die ich dann mittels User und Passwort über die Bridge Zugriff hatte. Ist die Bridge erstmal erfolgreich im Netz, gibt es auch für den Player kein Hindernis mehr, solange die Reichweite nicht allzugroß ist, damit die wireless-Verbindung nicht zu instabil wird. Ich kann nicht genau sagen, ob es genau mit dieser Distanz zusammenhing, aber gerade im Firmennetzwerk gab es einige Instabilitäten mit dem Play:3. Immer wieder kam es vor, dass die App am Iphone protestiert hat, dass nur eine Bridge im System wäre, obwohl parallel dazu der Play:3 neben mir munter seine Playlist ohne jegliches Mucken und ohne Unterbrechung abgespielt hat. Warum immer wieder diese Kontaktabbrüche stattfanden, konnte ich nicht eingrenzen, jedenfalls wenn ein Sonos-Player erstmals spielt, dann spielt er auch, da kann die Eisenbahn drüberfahren. Deshalb sind die Tasten am Play:3 so hilfreich. Ich hatte beispielsweise von der Sonos-App am Iphone lange Zeit keinen Zugriff mehr auf den Play:3, während dieser jedoch mit höherer Lautstärke fröhlich vor sich hinspielte. Ich konnte ihn über die App weder leiser stellen noch stoppen, da er laut App einfach nicht verfügbar war. Wenn nicht die Tasten direkt am Lautsprecher gewesen wären, würde er noch stundenlang so weiterspielen.


Das Problem bei der Bedienung mittels App ist, dass man sie auch nicht immer aktiv hat. Nutzt man das Iphone auch anderweitig, muss die App erst gestartet werden, sich ins WLAN-Netz einwählen, was manchmal einige Zeit dauern kann. Will man also schnell mal leiser stellen oder einen anderen Titel anspielen, kann es schon mal eine Zeitlang dauern. Die Tasten am Play:3 haben durchaus ihre Berechtigung, auch wenn man sie im Normallfall eher selten benutzen wird.
Will man den Play:3 mal auf einen anderen Platz stellen, ist das auch kein Problem, solange ein Stromanschluss vorhanden ist, und die Funkreichweite der Bridge für den Betrieb ausreicht. Der Play:3 ist aufgrund der Größe und der fehlenen Netzteile relativ portabel. Es ist nur der Lautsprecher selbst und das Stromkabel notwendig. Der Play:3 benötigt dann jedoch etwa 45 Sekunden um sich neu ins System einzuklinken. Also schnell mal aus der Küche und ins Bad gestellt, wird man mit nicht ganz 1 Minute rechnen müssen, bis man damit wieder Musik hören kann.

Sehr lobenswert am Sonos-System ist, dass kaum eine Latenz vorhanden ist. Drückt man Play, wird auch tatsächlich sofort losgespielt. Ab und zu werden zwar Lautstärkeänderungen etwas zeitverzögert ausgeführt, aber bei weitem nicht so extrem wie bei Apple's Airplay, wo sich erstmal gar nichts tut.
Da das Sonos-System modular aufgebaut ist, lassen sich jederzeit zusätzliche Player bzw Komponenten ins System hinzufügen. Darüber hinaus lassen sich einzelne Zonen definieren, wie z.B. Räume oder Bereiche in einem Haus, aber es lassen sich auch 2 Player komplett zu einem Stereosystem zusammenfassen. All das kann über die App komfortabel ohne jeglichen Aufwand bewerkstelligt werden.
Was beim Sonos-System natürlich nicht geht, ist die direkte Wiedergabe von einem Iphone oder Ipad zu den Playern. Sonos ist eher dafür ausgelegt, den Zugriff auf die gesamte Musik im Netzwerk zu ermöglichen. Sich schnell mal auf dem Ipad ein Youtube-Video anzuschauen und den Ton dabei über einen Sonos-Player zu hören ist nicht möglich, außer natürlich über eine Airplay-Express Station, die man an einen Aux-In Anschluss anhängt. Der Anschluss sowie die Einschleifung von analogen Signalen ist jedoch nur über die Zoneplayer bzw den größeren Play:5 möglich. Ob der Umweg über Airplay wirklich wünschenswert ist, sei dahingestellt, da ein Video mit 2 Sekunden Verzögerung beim Ton wohl jeden verrückt machen würde.

Von all den verschiedenen angebotenen Musikdiensten habe ich keinen ausprobiert, da ich keinen davon abonniert habe. Für mich würde das teilweise sogar in einem musikalischen Overkill ausarten, da ich dann jeden Titel, der mir gefällt, sofort kaufen wollte. Ich habe genügend eigene Musik, die ich in Ruhe durchhören muss. Bei 60.000 Titeln verliert man da auch schnell den Überblick.
Internetradio funktionierte, wurde jedoch vor allem im Firmennetzwerk immer wieder unterbrochen und konnte trotz Verbindung zum Play:3 nicht mehr gestartet werden. Ich persönlich finde sogar die nativen Iphone-Apps für Internetradio wie z.B. TuneIn oder iRadio um einiges intuitiver und komfortabler zu bedienen. Mit der Sonos-App lassen sich z.B. keine alternativen Streams wählen, auch wird die aktuelle Bitrate nicht angezeigt. Ich hatte das Gefühl als würden einige mir bekannten Sender mit eine schlechteren Qualität abgespielt, als eigentlich möglich. Was auch zusätzlich fehlt sind Empfehlungen für weitere Radiosender. TuneIn schlägt beispielsweise neue Radiosender vor, indem es die eigene Musik am Iphone mit den Playlists der Radiosender vergleicht. Ich bin dank dieser Funktion oft auf Radiosender gestoßen, die ich zuvor nicht gekannt habe.Insgesamt gibt es an der Sonos-App sowie der Funktionalität nicht viel zu bemängeln, außer dass die Iphone-Version deutlich umständlicher zu bedienen war als am Ipad.

Nun zum Play:3 und dem eigentlichen Klangtest.
Eines vorweg: Der Play:3 klingt durchaus überzeugend, aber leider nicht immer und nicht bei allen Lautstärken. Es war mir schwierig den Klang vom Play:3 allgemein zu erfassen und zu beschreiben, da er bei verschiedenen Lautstärkestufen auch einen unterschiedlichen Klangcharakter an den Tag legt.
Standardmäßig ist beim Sonos-System die "Loudness"-Funktion aktiviert. Deaktiviert man die Funktion, dann klingt der Play:3 ziemlich leblos, wie ein kleiner billiger Regallautsprecher. Mit aktivierter Funktion, bekommt er dann Feuer unter dem Hintern mit ansprechendem Bassfundament und mehr Präsenz im Höhenbereich. Hier wird demnach offensichtlich viel über den DSP optimiert und geregelt, wie der ehrliche Charakter des Play:3 in Wirklichkeit aussieht, kann ich natürlich nicht sagen, wobei man auch erwähnen muss, dass alle ähnlich kompakten Lautsprecher und Docks den Klang auf irgendeine Weise elektronisch mitbeeinflussen, sonst würde man es nicht schaffen aus so kleinen Membranen und Gehäusen einen derart tiefen Bass zu quetschen.

Wirklich druckvoll und ansprechend beginnt der Klang beim Play:3 erst ab 1/3 der Lautstärkeskala zu werden. Man fühlt sich immer wieder genötigt den Lautstärkeregler bis etwa zur Hälfte hochzudrehen, damit der Play:3 zum Leben beginnt. Darunter klingt er eher kraftlos und wenig überzeugend. Obwohl die Loudness-Funktion genau dafür geschaffen worden ist, um dem Lautsprecher bei niedrigen Lautstärken zu etwas mehr "Pepp" zu verhelfen, bzw. die akustischen Unzulänglichenkeiten des menschlichen Gehörs auzugleichen, tut sie dies im Fall vom Play:3 nicht. Die Loudness-Funktion scheint hier eher ein allgemeiner Bassboost-Effekt zu sein, der sich lautstärkabhängig auch nicht sonderlich anpasst.

Eher nur so zum Spass  habe ich dann den Play:3 auf meinen Schreibtisch neben die Bose Computer MusicMonitors gestellt und bei leisen Lautstärken beide miteinander verglichen. Das Ergebnis war sogar für mich überraschend. Bis zur Hälfte der Sonos-Lautstärkeskala waren die Bose dem Play mehr als überlegen. Gerade bei leisen Lautstärken zeigten die Bose eine klangliche Dominanz, die den Play:3 zu einem durchschnittlichen Tischradio mutieren ließen. Der Play:3 profitiert auf jeden Fall sehr von einer wandnahen Aufstellung. Der Bass vom Play:3 ist etwas tiefer abgestimmt als bei den MusicMonitors, das Problem ist, dass man den Bass frei aufgestellt kaum wahrnimmt. Nur mit etwas Rückendeckung werden die nach hinten abgegebenen Vibrationen vom Passivradiator auch genügend stark nach vorne gelenkt. Erst als ich den Play:3 ans Fensterbrett zum Fenster hin gestellt habe, spürte man den tieferen Bass vom Play:3, der sich im Vergleich zu den MusicMonitors nun auch besser durchsetzen konnte. Nichtsdestotrotz war ich von der klanglichen Leistung des Play:3 etwas enttäuscht. Erst bei noch höheren Lautstärken hatte dann der Sonos bei dieser optimierten Aufstellung einen hörbaren Vorteil zu den winzigen MusicMonitors. Die MusicMonitors, obwohl klanglich sicher nicht über den gesamten Frequenzbereich perfekt, überraschen mich trotzdem immer wieder mit ihrer Klangfülle, die sogar deutlich größeren Lautsprechern, in diesem Fall dem Play:3 Konkurrenz machen.
Ich habe den Play:3 auch zuhause an mehrern Standorten intensiv probegehört, und wirklich druckvoll wurde der Klang immer erst in einer Nische oder nahe einer Wand.




Neben der erwähnten Loudnessfunktion bietet die Sonos-App auch einen "Equalizer". Hier von einem echten Equalizer zu sprechen, wäre wohl zu viel des guten, denn es handelt sich dabei um einen einfachen Bass- und Höhenregler. Bei niedrigen Lautstärken profitiert man auf jeden Fall von einer Anhebung des Bassreglers sogar bis ans Maximum, ab einer gewissen Lautstärkestufe wird dann aber der Bass derart gepusht, dass er bald überhand nimmt. Man läuft Gefahr hier dauernd nachregeln zu müssen, je nachdem wie laut man im Moment hört. Hier hätte ich mir durchaus eine "intelligentere" Loudnessfunktion gewünscht. Man hat leider keinerlei Möglichkeit gezielte Frequenzbänder zu beeinflussen. Bei einer zu starken Anhebung sowie gleichzeitig höheren Lautstärken kann es bei Wandnähe durchaus etwas wummig werden. Obwohl der Passivradiator relativ tief abgestimmt zu sein scheint (die meiste Basspower kommt hauptsächlich von hinten), so ist er trotzdem nicht genügend tief, um den brummenden Charakter des Lautsprechers zu beseitigen. Im direkten Vergleich mit dem Audyssey Dock, hatte dieser ein viel tiefer reichendes Bassfundament mit einem deutlich schwächer ausgeprägten Oberbass. Der Audyssey klang für meinen Geschmack weicher und angenehmer, der Sonos hingegen war direkter und hatte durch den stärkeren Oberbass bei manchen Titeln teilweise sogar etwas mehr "Drive". Bei einigen Titeln konnte man mit dem Play:3 deutlich den Anschlag der Kickdrum hören, der beim Audyssey eher unterging und verwaschen wurde.


Im Bad aufstellt, wo üblicherweise unser Tivoli steht, konnte der Play:3 so gar nicht überzeugen. Die Raumakustik war hier dem Klangcharakter des Play:3 überhaupt nicht dienlich, denn der Klang wurde nun zu einem Brei, der vom zu starken Bass regelrecht dominiert wurde. Ich habe bei dieser Aufstellung den Bassrelger bis zur Hälfte senken müssen und gleichzeitig die Höhen maximal anheben, damit der Bass nicht alles andere zudröhnte. Derart "opmiert" klang dann auch der Play:3 kaum noch besser als ein Tivoli One und konnte auch in keinster Weise mehr beeindrucken. Sogar der FoxL klingt in meinem Bad derart aufgestellt imposanter und angenehmer.
In der Küche in einer Regalnische kam der Play:3 ab einer gewissen Lautstärke durchaus druckvoll, darunter vermochte der Klang jedoch kaum zu beeindrucken. 

Rein von der Größe der Lautsprecherfront wäre der Bose Soundlink dem Play:3 nicht unähnlich. Der Play:3 hat jedoch im Vergleich dazu ein vielfach tieferes Gehäusevolumen und spielt auch nicht von Akku. Bei optimaler Lautstärke und Aufstellung hatte der Soundlink klanglich nicht die geringste Chance gegen den Play:3, dieser klang einfach klarer, im Bassbereich druckvoller und insgesamt ausgewogener.
Im direkten Vergleich mit dem Sounddock Portable von Bose, wurde dann klar, dass beide Lautsprecher eigentlich einen sehr ähnlichen Klangcharakter lieferten. Der Sounddock hatte etwas betontere Mitten, der Sonos hingegen einen dominanteren Bass, wobei ingesamt der geringe Unterschied zwischen beiden trotzdem verblüffend war. Natürlich hatte der Sounddock bei leisen Lautstärken einen deutlichen Vorteil, aber trotzdem erwähnenswert, dass der Sounddock sogar höhere Lautstärken als der Play:3 erreichte, wobei dann doch schon starke Verzerrungen und Kompressionseffekte zu hören waren. Das letzte Lautstärkeviertel ist beim Play:3 eher als Gag zu sehen, denn da verliert der Klang jeglichen Zusammenhalt. Bass wird extrem zurückgeschraubt mit gleichzeitiger Anhebung der Mitten.
Demnach gibt es beim Play:3 eigentlich nur einen begrenzten Lautstärkebereich ab 1/2 bis 3/4 der Skala, bei dem er eine wirklich überzeugende Leistung abliefert, ohne dass man selbst an den Klangreglern fummeln muss.

Trotz der doppelten Stereomembranen wäre von einem Stereoeffekt zu sprechen beim Play:3 wohl etwas übertrieben. Der Play:3 ist nur mit einem einzelnen Hochtöner ausgestattet, weshalb auch der Wechsel von Stereo zu Mono nicht derart extrem ins Gewicht fällt. Wird der Play:3 vertikal aufgestellt, springt sein Klangbild binnen einiger Sekunden nach Mono um, Gleichzeitig wird die EQ-Kurve leicht angepasst, die bei horizontaler Aufstellung die Höhen etwas in den Hintergrund rückt.
2 Play:3 zu einem Stereosystem verlinkt, könnten durchaus eine ansprechende Performance abliefern, wobei man sich da preislich bereits bei 600 Euro bewegt und um diesen Preis auch schon sehr qualitative Regallautsprecher bekommt, die dann halt eben nicht wireless sind.
Mit 2 Play:5 ist man dann schon bei 850,- inklusive einer Bridge, ob dieser Preis gerechtfertigt erscheint, muss jeder für sich entscheiden.

Fazit:
Derzeit gibt es kaum vergleichbare Alternativen zum Sonos-System. Obwohl momentan Apple's Airplay vielfach gepusht wird und Airplay-fähige Lautsprecher wie Pilze aus dem Boden sprießen, ist es bei weitem nicht so komfortabel und leidet auch unter einer hohen Latenz sowie zeitweisen Streamingabbrüchen. Die Verlinkung von mehreren Lautsprechern zu einem Stereosystem oder die simultane Wiedergabe auf mehreren Lautsprechern ist bei Airplay weder über Iphone noch Ipad möglich und nur unter Zuhilfenahme von Itunes zu bewerkstelligen. Dafür bietet Airplay den Vorteil der Medienwiedergabe direkt vom Iphone bzw Ipad. Sonos hingegen hat nur Zugriff auf die Medien im eigenen Netzwerk bzw aus einem abonnierten Musikdienst.

Das Sonos-Bundle ist für Sonos-Einsteiger sehr empfehlenswert. Das System selbst besticht durch seinen einfachen Aufbau, denn eine spezielle Konfiguration sowie komplexe Einbindung ins eigene Netzwerk ist nicht notwendig, alles geschieht von selbst. Sogar das Setup meiner Apple Airport Express war komplizierter und erforderte auch eines wiederholten Resets, weil das System anfangs nicht sehr stabil lief.
 Das Sonos-System macht das was es soll perfekt und komfortabel: Nämlich den Zugriff auf die gesamte eigene Musik sowie zusätzliche Musikdienste. Das Stöbern in der eigenen Musik ist selbst bei großen Bibliotheken schnell, verzögerungsfrei und übersichtlich, die Suche nach Artist, Titel, Album usw. geschieht sehr schnell und zuverlässig, vorausgesetzt die ID3-Tags sind sauber abgelegt. Aber auch für Leute mit ID3-Abneigung bietet das System die Möglichkeit an, direkt über Ordner auf die eigene Musik zugreifen zu können. Titel eines Albums werden jedoch nach deren Tags angezeigt, nicht nach Dateinamen. Auch die Sortierung von Titeln geschieht trotz Ordneransicht nach deren Titelnummern-Tags, bzw. wenn keine Tags vorhanden sind, wird alphabetisch nach Titelnamen sortiert. Die Sonos App ist vor allem als Ipad-Version extrem bedienerfreundlich. Am Iphone wird man leider aufgrund vom kleinen Display zu zahlreichen Seitenwechseln genötigt. Eine störende Latenz ist beinahe nicht vorhanden, solange sich der Player in guter Reichweite zur Bridge befindet, auch sind mir Streamingabbrüche oder Ausfälle nicht unangenehm aufgefallen.
Da vom Iphone oder Ipad selbst nie direkt gestreamt wird, sondern die Apps das ganze System nur steuern, wird auch der Akku geschont. Beim Streaming über Airplay oder Bluetooth ist der Akkuverbrauch hingegen relativ hoch.

Der Play:3 selbst liefert klanglich eine anständige Performance ab. Die Schwächen liegen hier eher im Detail. So kann er nur in einem engen Lautstärkebereich wirklich voll überzeugen. Bei niedrigen Lautstärken klingt er eher flau und kraftlos, bei maximaler Lautstärke mittenbetont und nervig. Mag man den typisch warmen Bose-Klang mit üppigen Bässen, wird man auch den Play:3 mögen, da dieser sogar feiner und direkter klingt als ein Bose Sounddock, ein Bose Soundlink kann hier weder im Bass- noch im Höhenbereich ansatzweise mithalten.
Zu echtem Stereoklang ist ein einziger Play:3 kaum fähig, hier wäre ein zweiter Play:3 und die Verlinkung zu einem Stereosystem notwendig, wobei dann der Preis etwas fragwürdig erscheint.


Sonos-System allgemein:
+ Schnelles und einfaches Setup
+ jederzeit erweiterbar
+ Verlinkung von 2 Playern per Knopfdruck zu einem Stereosystem 
+ komfortabler Zugriff auf die gesamte eigene Musiksammlung im Netz vom Iphone, Ipad oder Computer
+ Browsing sowohl nach ID3-Tags als auch Ordnern möglich
+ Unterstützung von zahlreichen alternativen Musikdiensten und Internetradio
+ Sicherer Stream, keine Abbrüche, kaum Latenz 
+ übersichtliche Ipad-App

- Limit von 65.000 Titeln für die Musikbibliothek
- jedes mal neuerliche Indizierung beim Hinzufügen von weiteren Alben notwendig
- Iphone-App nicht so komfortabel zu bedienen und unübersichtlicher als am Ipad


Play:3
+ kompakt, schönes Design und wertige Verarbeitung
+ sowohl Hoch- als auch Querbetrieb möglich
+ für die Größe guter Klang bei gehobener Lautstärke

- relativ empfindlich auf die richtige Aufstellungsposition
- Klang bei leisen Lautstärken kraftlos und flau
- Loudnessfunktion bietet keinerlei lautstärkeabhängige Klanganpassung, eher als allgemeiner "Bassboost" zu sehen
- kaum Stereotrennung
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Bose Computer MusicMonitor vs. Soundlink Wireless Mobile - Fight!

Die Bose Computer MusicMonitor Lautsprecher haben mich seit Beginn an begeistert, waren es die kleinsten Lautsprecher, die ich kannte, die dennoch einen vollen überzeugenden Klang mit genügend Tiefe und Bassfundament erzeugen konnten. Seit ihrer Markteinführung 2007 bzw. einer eigenen japanischen Version, die schon 2006 erschienen ist, hat sich an dieser Tatsache nichts geändert. Die Computer MusicMonitor können sich nach wie vor mit teilweise deutlich größeren Lautsprechern messen, wobei sie natürlich auch einen stolzen Preis haben. Ursprünglich um 399,- Euro bzw. Dollar angeboten, wurde der Preis von Bose schließlich vor einigen Monaten auf 299,- reduziert, wobei sie für einfache kompakte Computerlautsprecher immer noch viel zu teuer erscheinen mögen, was sich jedoch etwas relativiert, wenn man schaut was B&W für ihre Pendants verlangt.
Aufgrund des hohen Preises habe ich einen Kauf eigentlich nie erwogen, denn ich hatte für ein Lautsprechersystem, das zwar extrem kompakt war und auch gut klang, jedoch nur via Netzgerät zu betreiben, keinerlei Verwendung. Ich war nur immer wieder von neuem fasziniert die Lautsprecher zu hören, wenn sie mal in einem Elektromarkt ausgestellt waren und ich sie ausprobieren konnte. Schließlich bin ich doch schwach geworden, als ich günstig auf Ebay ein beinahe nagelneues Set ersteigern konnte.

Mittlerweile verbringe ich die meiste Zeit des Tages im Büro und höre gerne nebenbei Internetradio, wenn auch leise, um meine Kollegen nicht zu stören. Manchmal werden die Abende lang, und es kommt auch vor, dass man vor dringenden Projektabgaben auch mal die Nacht im Büro verbringt. In solchen Situationen ist es ganz hilfreich, wenn man musikalische Untermalung hat, um nicht völlig wegzupennen, da müssen die Lautsprecher dann sogar etwas höhere Lautstärken vertragen.
Mein bisher dafür eingesetzter Lautsprecher, die Thinkoutside Boomtube hat mich irgendwann nicht mehr zufriedengestellt. Zu unausgewogen war der Klang insgesamt, sowohl bei leisen als auch bei hohen Lautstärken, konnte mich die Boomtube nicht überzeugen.
Seit ich die Musicmonitors habe, macht Musikhören im Büro viel mehr Spaß als sonst.

Obwohl die MusicMonitors in eine ganz andere Sparte fallen als der erst kürzlich vorgestellte Soundlink Wireless Mobile Speaker von Bose, will ich beide trotzdem gegenüberstellen, da beide nicht nur im Bezug zur Größe, sondern auch vom akustischen Aufbau vergleichbar sind: Beide verwenden Bose's patentierte gegenüberliegende Doppel-Passivradiatoren, die in dieser Form erstmals im MusicMonitor zum Einsatz kamen. Wie gut dieser akustische "Trick" funktioniert, wird mir immer wieder dann bewusst, wenn Leute nach einem Subwoofer fragen, wenn sie die MusicMonitors das erste mal hören.
Passivradiatoren gibt es nicht erst seit Bose, aber Bose setzt diese offenbar gewieft genug ein, und stimmt sie auch auf die Gegebenheiten perfekt ab, um die akustischen Limits von kleinen Lautsprechern zu strecken und zu beugen. Dass die Passivmembranen doppelt verbaut werden, hat nicht nur den Zweck der Maximierung von Membranfläche, sondern auch der Minimierung von Vibrationen. Da Passivmembranen mittels zusätzlicher Masse auf eine bestimmte Frequenz gestimmt werden müssen, erzeugen sie im Vergleich zu normalen Lautsprechermembranen aufgrund ihrer Trägheit auch extreme Vibrationen. Weil bei Bose beide Membranen entgegengesetzt arbeiten, löschen sich die Vibrationen gegenseitig aus, und das Gehäuse neigt nicht dazu auf dem Tisch rumzutanzen.
Zusätzlich garantiert Bose's DSP Klangbearbeitung perfekten Klang bei jeder Lautstärke. Die MusicMonitors können extrem laut spielen, ohne dass die Klangqualität hörbar auseinanderfällt. Natürlich wird bei höheren Lautstärken der Bass leicht zurückgefahren, und Pegelspitzen etwas komprimiert, aber der Klang hält sich immer in Waage und bleibt intakt, wo manch andere Box nur noch kratzt und knackst. Auch bei niedrigen Lautstärken wird der Klang optimiert, und man hat auch bei sehr leiser Musik genügend Bass, damit Musikhören dennoch Spaß macht. Ein gewisses Bassvolumen muss einfach vorhanden sein, damit Musik genug Power hat, um Spass zu machen.

Mein größter Wunsch war immer eine portable Version der MusicMonitors, mit Akku- bzw. Batteriebetrieb. Ein einzelner Lautsprecher ist kaum größer als eine Coladose und könnte durchaus die Funktion eines portablen Monolautsprechers oder sogar Radios übernehmen, ähnlich einem Tivoli PAL, bloß mit einem viel volleren, lauteren Klang. Für Stereobetrieb würde man beide Lautsprecher benötigen, wobei hier sogar kabelloser Betrieb vorstellbar wäre. Mit einem einzelnen Lautsprecher bleibt man so kompakt wie möglich und hat eben nur Monoklang, zwei Lautsprecher verbinden sich automatisch (per Funk, Bluetooth etc) zu einem kleinen Stereosystem. Für den Transport oder zum Laden, könnten sich beide Lautsprecher magnetisch aneinanderdocken. Sie wären sogar mit Netzgerät immer noch deutlich kleiner als so manche Boombox, und würden trotzdem einen besseren Klang liefern.

Leider hat Bose das Potential der MusicMonitors nie selbst erkannt. Obwohl es eine batteriebetriebene Version für den japanischen Markt mit dem Namen M3 (MicroMusicMonitors) gab, kam dieses Modell nie auf den westlichen Markt und wurde bald auch in Japan zu einer Rarität. Gerüchte sagen dem M3 sogar eine bessere Klangqualität als dem offiziellen Nachfolger "M2" nach, der später in "ComputerMusicMonitor" umgetauft wurde. Der M3 benötigte 4xAA Batterien und spielte dann nur mit einem Bruchteil der Leistung, wobei ich nirgendwo Angaben zur Batterielaufzeit gefunden habe, genauso wenig wie Aussagen zur Klangqualität und maximaler Lautstärke bei Batteriebetrieb verglichen mit Netzbetrieb. Auf Anfrage bei Bose, hat dann ein Mitarbeiter selbst zugegeben, dass die Lautsprecher bei Batteriebetrieb zu schwach waren, und man dieses Feature deshalb wieder verworfen hat.
In der Zwischenzeit gibt es jedoch starke Li-Ion Akkus, die bei entsprechender Opimierung der Verstärkerschaltungen und einer leichten Vergrößerung des Gehäuses durchaus genügend Leistung zum Betrieb unterwegs bereitstellen müssten.

Als der Markt für kompakte portable Lautsprecher in den letzten Jahren rapide angewachsen ist, hat Bose sich für ein gänzlich neues Produkt entschieden, um hier mitmischen zu können. Herausgekommen ist der Soundlink Wirelss Mobile Speaker, der eher an einen geschrumpften Sounddock ohne Dock erinnert als an die MusicMonitors.
Trotzdem tragen beide Lautsprecher die unverwechselbare Handschrift von Bose. Das Design wiederholt sich und zusammengestellt könnte man das ganze sogar für ein Komplettset halten.

Sogar vom Gehäusevolumen unterscheiden sich beide nur marginal. Beide MusicMonitors zusammen haben etwa 1,3 Liter, der Soundlink hat etwa 1,4l Volumen, wobei hier natürlich der Akku weggerechnet werden müsste. Der Soundlink hat natürlich den Vorteil, dass die Gehäusetiefe um die Hälfte schmäler ist, und er dadurch auch leichter zu verstauen ist, trotz der größeren Front.
Doch wie unterscheiden sich beide klanglich. Welcher Lautsprecher klingt besser, lauter...?

Ein Punkt wo die MusicMonitors den Soundlink in Grund und Boden stampfen, ist die Stereoabbildung. Durch die Tatsache, dass beide Lautsprecher frei aufstellbar sind und sich der Abstand auf die Hörposition perfekt abstimmen lässt, klingen die MusicMonitors bei optimaler Aufstellung extrem breit. Der Soundlink klingt trotz eigener Lautsprecher für den Links- und Rechtskanal einfach monophon, egal wie gut man ihn aufstellt. Man muss ihn sich schon direkt an die Nase halten, um ein Stereobild überhaupt zu erahnen. Es gibt zwar inzwischen verschiedene Methoden, um auch aus punktuellen Klangquellen eine überzeugende Stereobühne zu zaubern. Mit dem "Liveaudio"-Update setzt zwischenzeitlich auch Jawbone bei der Jambox auf relativ starke Phasenverdrehungen, um den Stereoeffekt künstlich zu erweitern. Der Soundlink macht nichts von all dem, keinerlei Tricks und keine Special EFX. Aus dem Grund klingt er auch eher nach mono, als nach stereo.
Eine realistische Stereoabbildung ist vielleicht nicht der Sinn eines portablen Lautsprechers, aber alleine dadurch ist er als gelegentlicher Lautsprecher für zuhause nicht wirklich geeignet. Es fehlt ganz einfach das Stereobild. Man kann dem Soundlink mit besagten Effekten etwas auf die Sprünge helfen, aber auch bei extremster Einstellung von SRS WOW wird der Klang nur marginal breiter, obwohl man da bereits mit zusätzlichen Artefakten aufgrund der Klangbearbeitung rechnen muss.

Weiters fällt die unterschiedliche Klangabstimmung beider Lautsprecher auf. Der MusicMonitor reicht im Bass tiefer. Er spielt bis 60 Hz hinab und mit leichtem Abfall sogar bis 55-54 Hz. Beim Soundlink tut sich unterhalb von 60hz kaum noch was, hier ist bereits ab 65 Hz ein starker Abfall bemerkbar. Dafür ist der Bass vom Soundlink im oberen Bereich etwas wuchtiger abgestimmt, er klingt wummiger und insgesamt dumpfer, der MusicMonitor hingegen weicher und nicht ganz so aufgebläht. Die Bassabstimmung vom Sounlink ist vor allem im Freien von Vorteil, da sich so der lautere Bass auch bei lauter Umgebung gut durchsetzen kann. In kleinen Räumen klingt der Sounlink zu übertrieben im Bassbereich, vor allem bei leisen Lautstärken.
Auch bei den Höhen ist der MusicMonitor stimmiger. Er gehört zwar auch nicht zu den klarsten Lautsprechern, die ich kenne, aber über das gesamte Frequenzspektrum ist der Klang dennoch rund und stimmig. Der Soundlink klingt im Höhenbereich gedämpfter und strahlt die Höhen auch gerichteter ab als der MusicMonitor. Man muss den Soundlink wirklich genau auf die Ohren ausrichten um eine optimale Höhenabstrahlung zu erhalten, steht er zu niedrig oder zu hoch, klingen die Höhen zu stark gedämpft.

Interessant auch die maximale Lautstärke, die ebenfalls an den MusicMonitor geht. Er kann lauter spielen als der Soundlink und verzerrt bei hohen Lautstärken auch nicht. Der Unterschied in der Lautstärke ist jedoch nicht gewaltig, aber dennoch bemerkbar.
Verarbeitung und Qualität ist bei beiden Lautsprechern top, wobei der MusicMonitor durch das komplette Aluminumgehäuse doch einen etwas wertigeren Eindruck hinterlässt.
Klanglich überzeugt der MusicMonitor mehr, da er insgesamt ein natürlicheres Bild liefert und vor allem aufgrund der guten Stereotrennung auch für "ernsthaftes" Musikhören geeigneter erscheint. Der Soundlink hat natürlich den Vorteil des Akkubetriebs, sowie kabelloser Wiedergabe. Er beeindruckt wiederum vor allem im Freien mit seiner Basswucht, die auch noch von der Ferne gut hörbar ist. Im Freien habe ich noch keinen besser klingenden kompakten Lautsprecher gehört.

Etwas schade finde ich, dass Bose es nicht geschafft hat, den Soundlink klanglich ähnlich fein wie den MusicMonitor abzustimmen. In kleinen Räumen klingt der Soundlink einfach zu wummig, und man muss gegebenfalls mit einem Equalizer nachhelfen, um ihn klanglich anzupassen, auch die Art der Aufstellung ist wichtiger als beim MusicMonitor.

Beide Lautsprecher kosten gleich viel, aber beide haben auch ihren eigenen speziellen Einsatzzweck, weshalb auch beide meine volle Empfehlung erhalten. Wer keinen Akkubetrieb benötigt, jedoch dennoch möglichst kleine gutklingende Lautsprecher möchte, dem sei auf jeden Fall der MusicMonitor ans Herz gelegt. Wer jedoch unterwegs und auch im Freien Musik in hoher Qualität genießen will, der wird keine bessere Alternative als den Soundlink finden. Der Sounddock portable ist in den meisten Fällen bereits zu groß. Noch kleinere Lautsprecher wie z.B. Jambox etc. können sich draussen hingegen kaum behaupten, da ihnen die nötige Power fehlt, und sie im Bassbereich nicht genügend Druck erzeugen.
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Sony RDP-XA 700 IP - Airplay für "Reiche"!

Da die Sony RDP-XA 700 IP Airplay Dockingstation derzeit beim Saturn im Gerngross Wien um 359,90 im Angebot ist, wollte ich sie kurz vorstellen.



Obwohl Dockingstations meiner Meinung nach über kurz oder lang zum Aussterben verdammt sind, kann der Sony Lautsprecher auch drahtlos angesprochen werden, denn er lädt sowohl aktuelle Iphones und Ipads, fungiert aber auch als Airplaylautsprecher.
Sich derzeit einen teuren Lautsprecher nur mit Dockingstation zu kaufen (ich denke da an die ganzen Geneva Labs Kisten, NAD Viso 1 usw.) ist ein gefährliches Spiel, denn Apple wird mit der nächsten Iphone Generation vermutlich auch den Dock-connector ändern, wodurch alle aktuellen Dockingstations zu Briefbeschwerern mutieren. Beim Sony kann man dann im Notfall den Dock einfach ins Innere schieben, und ihn nur noch als Airplaylösung nutzen.

Ich habe mir den RDP-XA 700 IP schon mehrmals angehört und finde, dass er eine äußerst beeindruckende Performance abliefert. Von allen Sony Dockinstations, die ich bisher gehört habe, klingt er bei weitem am besten und klingt meiner Meinung auch viel angenehmer als der große und teurere "Bruder" RDP-XA 900 IP, der dafür jedoch außer Airplay auch Bluetooth mit an Bord hat.

Trotz seiner bescheidenen Ausmaße, macht der RDP-XA 700 IP ziemlich Dampf und liefert einen beeindruckend vollen und angenehmen Bass, durchaus vergleichbar mit JBL's OnBeat Xtreme, der teilweise sogar teuer ist und vom verschnörkelten Design etwas dick aufträgt. Das Design vom Sony ist hingegen angenehm neutral gehalten, nur die Rückseite, die etwas stärker gewölbt ist mag vielleicht klobig wirken, wobei man die im Normalfall nie sehen wird.
Mittels einer eigenen Sony App "D-Sappli" lässt sich der Lautsprecher komfortabel konfigurieren, darüber hinaus bietet die App auch die Möglichkeit einer Klangbearbeitung mittels EQ sowie weitere Features wie Uhr, Wecker usw, die auch gut ohne den Lautsprecher verwendet werden können. Ich fand, dass der RDP-XA 700 IP mit einer leichten Anhebung der hohen Frequenzen ein noch brillanteres Bild erzeugen konnte, wobei eine echte Stereoabbildung trotzdem nur bei nahen Entfernungen zu erahnen war.

Was mir sofort auffiel, war die relativ starke Eigenvibration des Lautsprechers, die wohl durch die große Passivmembran hinten hervorgerufen wird. Der Sony benötigt eine stabile Unterlage und kann durch die Vibration nahe Gegenstände zum Rattern mitanregen. Empfehlenswert wäre eine zusätzliche Dämmung an der Unterseite mittels Stoff, Schaumstoff oder ähnlichem, um auch das Wandern zu unterbinden, das bei glatten Unterlagen und hohen Lautstärken auftreten kann.

Wer das nötige Kleingeld hat, und eine gut klingende Airplaylösung benötigt, die nebenbei auch das Ipad laden kann, macht mit dem Sony RDP-XA 700 IP sicherlich nichts verkehrt, weshalb sich der Lautsprecher auch einen Eintrag in meine Liste der besonders empfehlenswerten Dockingstations sichern konnte.
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Review: Philips AD7000W "SoundAvia" - Airplay für Arme?

Bereits seit einem Monat bei Conrad in Österreich um € 89,95 im Angebot, gehört der Philips AD7000W damit zu den billigsten Airplay-fähigen Lautsprechern überhaupt. Tummeln sich in diesem Billigsektor nur noch Kandidaten von iHome oder eher Vertreter der Gattung "Bluetooth", muss man dem AD7000W tatsächlich gewisse Qualitäten zusprechen und macht um diesen Preis nichts verkehrt, wenn man einen gut klingenden Airplay-Lautsprecher für die Küche, Bad oder seinen Hobbyraum usw. braucht.


Wieviele Lautsprecher benötigt ein Normalsterblicher überhaupt? Ich höre in den seltensten Fällen starr sitzend auf dem Sofa Musik, sondern bin mal in der Küche, dann wieder im Bad, im Schlafzimmer usw. Eine Option wäre, man trägt einen Lautsprecher mit sich herum. Ich habe früher tatsächlich meistens den FoxL ins Bad getragen, oder zurück in die Küche, was jedoch irgendwann lästig wurde, wenn man schnell mal duschen wollte, jedoch der FoxL irgendwo sonst rumlag oder nicht geladen war. Außerdem genügt die Klangfülle vom FoxL nicht immer allen Ansprüchen. Der Soundlink von Bose ist noch weniger geeignet, da er in kleinen Räumen schnell wummig klingt und er sich beim Rumtragen aufgrund des Flipcovers eher hinderlich zeigt, da er auch immer erst richtig positioniert werden muss etc.

Für solche Zwecke wäre eine günstige Multiroom-Lösung die beste Variante. Um ein Haus mit Sonos Komponenten auszustatten, bedarf es schon ein wenig an Kleingeld. Ein einzelner Play:3 kostet etwa 300 Euro, bleibt demnach die Variante über Airplay. Eine Paarung zweier Geräte wie bei Bluetooth entfällt, und wird der Lautsprecher gerade von keiner anderen Quelle verwendet, habe ich von jedem Gerät Zugriff darauf, ob Ipad, Iphone, oder Laptop usw. Je nachdem wo man sich gerade befindet, schaltet man einfach auf den entsprechenden Lautsprecher um, das Umschalten dauert etwa 2-3 Sekunden, und im Normalfall kann mit kurzer Unterbrechung gleich im anderen Raum weitergehört werden, wo man vorher aufgehört hat.
Ein AD7000W ist um 90 Euro zu haben und würde sich tatsächlich bestens dafür eignen mehrere Räume im Haus damit auszustatten, doch was bekommt man hier wirklich um 90 Euro? Oder ist der AD7000W eher was für den Mistkübel? Selbst eine Airport Express kostet nicht weniger, und hat man nicht bereits passende Aktivlautsprecher zur Hand, müsste man diese noch entsprechend dazurechnen.

Erstaunlicherweise klingt der AD7000W tatsächlich nicht schlecht und übertrifft sogar deutlich teurere Lautsprecher von Philips selbst, wie z.B. deren Soundring. Mit etwas EQ-Bearbeitung kann man ihn durchaus auf ein hohes Niveau bringen und auch die damit möglichen Pegel sollten normalen Bedürfnissen genügen.

Dank der Fidelio-App lässt sich der Klang mittels Mehrband EQ nach Wunsch anpassen, oder auch die Philips-eigene Klangverbesserung "FullSound" dazuschalten, die klanglich einer Art "Loudness" entspricht. In großen Räumen verträgt der AD7000W relativ viel Bass, teilweise kann man hier den 60hz Regler sogar ans Maximum fahren, mit gleichzeitiger Anhebung der Höhen, um das beste Ergebnis zu erhalten. Auf die Art "getuned", klingt er beinahe wie der Bose Soundlink, wobei der Philips feiner und in den Höhen brillanter klingt, im Bass trotz Anhebung etwas dezenter und nicht ganz so dick auftragend. Natürlich hat der Philips keinen Akkubetrieb und ist nicht ganz so kompakt, aber was will man um 90 Euro mehr? Da wäre vielleicht noch die Logitech Wireless Boombox, die man als direkten Konkurrenten mit Bluetooth statt Airplay hinzuziehen könnte, aber selbst die klingt schlechter und ist für Akkubetrieb aufgrund des dann noch schlechteren Klangs sowieso nicht empfehlenswert.

EQ-Einstellung für "Soundlink-Sound"
"FullSound" deaktiviert alle anderen Klangparameter

Von der Größe in etwa mit einem Bose Sounddock vergleichbar, ist der AD7000W jedoch deutlich leichter und nicht ganz so wertig verarbeitet. Er ist vollkommen aus Kunststoff, bei der Front handelt es sich um ein Plastikgitter mit Stoffbespannung, nur die Oberseite ist aus gebürstetem Aluminium, das in der Tat recht wertig wirkt, wobei man die Oberseite kaum sieht, wenn man den Lautsprecher nicht gerade auf Brusthöhe aufstellt.

AD7000W und Bose Sounddock portable im Vergleich

Der AD7000W kann zwar mit dem Sounddock klanglich nicht wirklich mithalten, kommt diesem aber schon gefährlich nah, beim Bruchteil des Preises. Auch die Treiberbestückung ist dem Sounddock ähnlich: 2 Breitbandlautsprecher in einem Bassreflex-Gehäuse, wobei die Öffnungen etwas klein sind, und bei höheren Pegeln durchaus zu Furzgeräuschen neigen. Auch scheint Philips den Klang der Lautstärke entsprechend anzupassen, denn der AD7000W klingt selbst bei leisen Pegeln durchaus druckvoll. Bei lauteren Pegeln wird der Bass mit der Lautstärke angepasst.

AD7000W mit abgenommenem Frontgitter
 
Neben der Ansteuerung mittels Airplay, lässt sich der AD7000W auch über Aux-In betreiben, darüber hinaus ist er mit einer USB-Schnittstelle ausgestattet, die zum Laden eines Apple-Geräts dient, wobei das entsprechende Dock-Kabel jedoch nicht mitgeliefert wird. Theoretisch kann man auch über USB mit einem Iphone Musik hören, der Sinn bleibt mir dann eher verwehrt, und würde wohl nur für ältere nicht Airplayfähige Ipods oder einen Ipod Nano zutreffen, ansonsten besticht der Lautsprecher eben durch die komfortable Airplayanbindung.

Rückseite mit den kleinen Bassreflexöffnungen (sehr anfällig auf Fingerabdrücke wie man sieht)
Die erstmalige Airplay Einrichtung läuft völlig problemlos nach einem typischen Muster ab: Zuerst wird durch längeres Drücken der Wireless-Setup Taste ein adhoc Netzwerk des Lautsprechers erzwungen, mit welchem man sich dann vom Iphone, Ipad oder sonstigem Browser verbinden kann. Durch Aufruf von 192.168.1.1 gelangt man zur Hauptseite des Lautsprechers, wo man ihn umbennen kann, das eigene Wifi Netzwerk auswählen, Passwort eingeben oder gegebenfalls etwaige Firmwareupdates durchführen. Nach Anwahl des richtigen Netzwerks startet der Lautsprecher neu und bestätigt dies bei erfolgreicher Verbindung mit einem Piepston. Danach ist er als Airplayziel verfügbar und man kann sofort Musik hinstreamen. Der Lautsprecher ist dann mit seiner neuen vom DHCP zugewiesenen Ip-Adresse jederzeit vom Browser verfügbar und lässt sich neu konfigurieren, umbenennen etc.
Noch einfacher geschieht die Einrichtung mittels WPS, wobei ich keinen einfachen Zugang zu meinem Router habe um die entsprechende Taste zu drücken, weshalb ich die manuelle Konfiguration gewählt habe.

Nach dem Aus- und Einschalten benötigt der Lautsprecher immer einige Zeit (etwa 15-30 Sekunden), um sich erneut ins Wifi-Netzwerk einzuwählen. Ein Standbymodus ist leider nicht vorhanden. Entweder das Gerät ist dauernd in Betrieb, oder man schaltet es immer manuell aus und ein. Leider befinden sich die entsprechenden Tasten unverständlicherweise auf der Gehäuserückseite, so dass man meist etwas rumfummeln muss, um den richtigen Knopf zu erwischen, da die Lautstärketasten gleich neben der Powertaste zu liegen kommen, und man blind kaum feststellen kann, um welche Taste es sich eigentlich handelt. Schön wäre ein eigener Powersave-Modus gewesen, der außer des Funks alle Funktionen des Lautsprechers bei Nichtbetrieb ausschaltet, denn jedes mal eine halbe Minute warten zu müssen, bis man nach dem Einschalten endlich Musik hören kann, ist irgendwann lästig.
Abgesehen davon hat der AD7000W ein weiteres Problem, da er nach dem Ausschalten alle vorgenommenen Klangeinstellungen zurücksetzt. Hier bleibt nur die Hoffnung auf ein zukünfiges Softwareupdate von Philips, denn passt man den Lautsprecher nach seinem Geschmack mit der Fidelio-App entsprechend an, muss man dies nach einer Stromunterbrechung jedes mal von neuem tun.

Ich habe den AD7000W an einigen Standorten im Haus ausprobiert und war überrascht, wie gut er sich überall gemacht hat. Selbst in unserem großen Wohnzimmer war die Klangfülle für eine überzeugende Darbietung nach etwas EQ-Bearbeitung ausreichend. So ganz neutral eingestellt klang er doch etwas flau. In der Küche aufgestellt, musste der Bass hingegen etwas runtergefahren werden, im Bad habe ich auf den EQ komplett verzichtet und habe nur "Full Sound" aktiviert. Auf diese Art klingt der AD7000W sogar besser als ein Sonos Play:3, den ich während meines Tests auch im Bad ausprobieren wollte, aber wirklich einfügen wollte sich der Klang des Play:3 nicht, und war je nach Lautstärke entweder zu flach oder zu basslastig.
Bemerkenswert, dass der AD7000W bereits im unteren Lautstärkedrittel ein entsprechendes Lautstärkeniveau aufweist. Bei der Hälfte der Lautstärkeskala könnte es bereits zu laut sein. Selbst bei Lautstärken nahe des Maximums sind mir keinerlei Verzerrungen aufgefallen. Nur die hinteren Bassreflexöffnungen lassen dann beim genaueren Hinhören bereits Strömungsgeräusche erahnen. Parties wird man mit dem AD7000W zwar keine beschallten können, aber für den Alltag sollte die Leistung reichen.

Ernsthafte Probleme habe ich bisher mit dem AD7000W nicht festgestellt. Ab und zu vergisst er seinen Namen und benennt sich selbst um, aber dieses Problem hat auch ein anderer Airplay-Lautsprecher von Philips aus der Fidelio Serie, weshalb ich eher ein allgemeines Problem bei der Software vermute. Je nach Abstand bzw Verbindungsqualität zum Router sind durchaus kurze Unterbrechungen möglich, aber ich würde da Airplay allgemein als etwas anfällig sehen.
Mit iOS 4.3.3 war der Verbindungsaufbau zum Lautsprecher mittels der Fidelio-App noch relativ fehlerbehaftet, mit iOS5.1.1 hatte ich bisher kaum noch Probleme.

Fazit:
Ich kann den AD7000W wahrhaftig jedem empfehlen, der nicht gerade Highend erwartet. Der AD7000W liefert anständigen Klang zu einem günstigen Preis, vor allem wenn man das derzeitige Angebot von Conrad heranzieht. Ich habe schon viele teurere Lautsprecher ohne Airplay gehört, die um vieles schlechter geklungen haben.
Einem Multiroomsystem, ausgestattet mit mehreren AD7000W für gelegentliches Hören steht nichts im Weg, wäre da nicht der permanente Stromverbrauch, falls man die Lautsprecher sofort einsatzbereit haben will. Aber selbst Sonos ist da eher nachlässig und bietet bei deren Komponenten keinen echten Standbymodus an.
Von mir auf jeden Fall eine glatte 1 minus!

+ günstig
+ neutrales kompaktes Design
+ anständiger Klang, je nach Geschmack und Standort mit einer App anpassbar
+ klingt leise und laut gut, keine hörbaren Verzerrungen
+ problemlose Einrichtung und Bedienung

- kann unter Umständen "billig" wirken
- alle Bedienelemente auf der Rückseite
- kein Standbymodus
- vergisst nach dem Ausschalten alle Klangeinstellungen
- Airplay Implementation etwas instabil

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domingo, 27 de setembro de 2015

News from Philips/Woox Innovations

Philips was facing quite a bit of financial and structural problems during the last years. The planned acquisition through Funai was finally cancelled and Philips seems to have decided to found a new subidiary for its multimedia products called "Woox Innovations". So far the term "wOOx" was mostly used by Philips for speakers with passive radiator design.
I wonder if new launched products will still carry the "Philips" branding, or already be marketed as "Woox", as there are some interesting products coming.

I already reported about the Philips DS9800W/10 Airplay speaker several times and did a short review and comparison with the Parrot Zikmu speakers. Overall the Philips Soundsphere are pretty fine sounding speakers, with only some software flaws, but also hardware issues. I experienced the popular blinking red LED on my own set as well, but it could be fixed for free during the warranty period. Since then the speakers have been working well, with only some rare crashes.

My biggest wish was always to get the speakers in different colors than black and finally Philips seems to bring a new revised version to the market named DS9830W, which really looks gorgeous in white:


Not sure if something changed with the hardware, I assume they still sound the same, but Philips now added Spotify-connect support, so that the speakers can directly stream songs from Spotify without the need of any further device running.
A pity they didn't add additional inputs like HDMI for example, to allow connection of TV sets etc. The DS9830W should be available soon for 799$/€.
If you can live with black and don't need Spotify, I would grab the old version, which can already be had for under 300$! Soundwise they blow any B&W Zeppelin or A5 or A7 out of the water, just pray that your set doesn't brake out of warranty.

HDMI is probably left for the more expensive and even more funky looking version Fidelio Soundsphere PS1/12:


This speaker only supports Bluetooth (though with Apt-X), but has also HDMI inputs and is claimed to produce "virtual surround" sound. The PS1/12 is more powerful with 2x100 Watts instead of 2x50, but both speakers still seem to need a speaker-wire inbetween.
The PS1/12 will be offered for about 2500 bucks, and although I would love to hear them, I definitely cannot afford them. For 2500 you already can get some high quality audio stuff, the price seems a bit utopic for me. If they come down for under 1000 (or under 300 like the DS9800) I might have another look maybe.
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Play:1, Sonos für Einsteiger

Sonos hat auch soeben Zuwachs in ihrer bereits durchaus umfangreichen Familie an Lautsprechern zu vermelden.
Der Play:1 ist der bisher kleinste und günstigste Lautsprecher von Sonos, und wird bis Ende 2013 inklusive der Bridge um 199,- angeboten.
Die ersten Testberichte sind sehr enthusiastisch. Man spricht vom bisher besten Sonos-Laustprecher. Natürlich müsse man entsprechend der Größe klangliche Kompromisse machen, aber der Lautsprecher soll in dieser Größe neue Maßstäbe setzen. Verbaut ist ein Mittel/Tieftöner, sowie ein Hochtöner. Bassreflex oder ein Passivradiator zur zusätzlichen Unterstützung im Tieftonbereich fehlt hingegegen. Sonos behauptet eine spezielle DSP-Bearbeitung sowie ein eigenes optimiertes Lautsprecherdesign anzuwenden, das auf maximalen Hub ausgerichtet ist.

Für Sonos-Einsteiger dürfte das Paket durchaus interessant sein. 2 Play:1 sollen wirklich ernsthaftes Musikhören erlauben. Bestehende Playbar Besitzer freuen sich dagegen über zusätzliche günstige Satellitenlautsprecher. 2 Play:1 zusammen mit dem Sonos Sub, könnte ich mir durchaus reizvoll vorstellen, wobei man da preislich natürlich schon in höheren Regionen angesiedelt ist.

Ich werde mir bei Lieferbarkeit (ab Ende Oktober) vielleicht probeweise einen Play:1 fürs Bad gönnen und dann darüber berichten. Der Play:1 soll nämlich auch für Feuchträume geeignet sein!
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Review: Zikmu Parrot by Philippe S+arck - Die Vuvuzela unter den wireless Lautsprechern!

Im Zuge meiner Wireless-"Manie" möchte ich als erstes die Zikmu von Parrot vorstellen, die ich vor mehreren Monaten für einige Tage zuhause zum Testen hatte. Die Zikmu waren auch die ersten "echten" Wireless-Lautsprecher, die ich je probiert habe, abgesehen von den üblichen Bluetooth-"Spielsachen".

Mich haben die Parrot Zikmu (steht verdreht für Musique) seit ihrer Vorstellung sehr gereizt. Das Design, die Wireless-Optionen und auch die dahinter stehende innovative Lautsprechertechnologie mit NXT Flachmembranlautsprechern machen die Lautsprecher innovativ und einmalig. Jedoch hat mich der Preis bisher sehr abgeschreckt. Man bekommt um diese Summe schon wirklich hochwertiges HiFi-Equipment und ich war nicht sicher ob die Zikmu klanglich tatsächlich überzeugen können, ganz zu schweigen von der Problematik, die durch die Wireless Anbindung entstehen kann. Ich habe schon davor in diversen Foren gelesen, dass die Lautsprecher Probleme mit Wlan oder Bluetooth haben können und auf Macs teilweise Abstürze verursachen. Mittlerweile ist die Firmware von Parrot mehrmals upgedated worden, zusätzliche Features sind dazugekommen, sodass man erwarten könnte, dass auch die gröbsten Bugs zwischenzeitlich beseitig wurden. Aber ich war doch etwas feige mir die Teile blind (oder besser taub) zu bestellen, sodass ich zu mehreren Hifi-Händlern gepilgert bin und alle anzuschnorrt habe, mir doch gütigerweise ein Gerät zum Probieren zur Verfügung zu stellen, um wirklich alles in gewohnter Umgebung auf Herz und Nieren testen zu können.

Interessanterweise hat mir jeder Hifi-Händler, den ich besucht habe, sofort von den Zikmus abgeraten. Die Kommentare waren meist, dass es sich um "Spielzeug" handle und man um dieses Geld viel besseres Equipment bekäme. Angeblich würden die Hifi-Händler die Lautsprecher nur wegen des Distributors im Programm haben, blablabla... Als ich nach Alternativen mit einer ähnlichen Funktionalität gefragt habe, verstummten sie meist, oder verwiesen auf irgendwelche Produkte, wo alleine die Kabel genauso viel kosten würden wie die Zikmus.
Leicht eingeschüchtert von all den negativen Äußerungen, habe ich dann doch einen Händler in Wien gefunden, der mir ein Austellungsstück für einige Tage zum Probieren "verkauft" hat. Ich musste eine Anzahlung leisten, die ich dann wieder zurückbekäme, falls sie unbeschädigt zurückgebracht würden.

In allen Prospektabbildungen als auch in den Fotos, die man online findet, werden die Zikmu immer komplett ohne Kabel abgebildet, völlig frei im Raum stehend usw, was meiner Meinung nach etwas irreführend ist. Dass beide Lautsprecher eine Stromversorgung benötigen, macht sie natürlich nicht vollständig wireless, das sollte jedem klar sein. Zu jedem der Lautsprecher muss auf jeden Fall ein Stromkabel geführt werden. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass solche Lautsprecher auch mit eingebautem Akku funktionieren könnten, um auch mal im Freien im Garten usw eine Party zu rocken. Die wirklich toll designte Verpackung, die eher an einen Instrumentenkoffer erinnert, bietet hierfür bereits einiges Potential, um die Lautsprecher tatsächlich richtig tragbar zu machen. Zum Laden könnte man die Lautsprecher auf einen eigenen Ladefuß stellen. Bei den Zikmu ist dies leider nicht der Fall, so wirklich frei stehend wird man es kaum schaffen, außer man versteckt die Stromkabel unter einem Teppich, oder hat unter den Lautsprechern im Boden einen zusätzlichen Stromanschluss.

Zuallererst möchte ich auf das Design eingehen. Mir gefällt die Schlichtheit der Formgebung als auch die relativ kompakte Größe der Lautsprecher. Da unsere eigene Einrichtung vorwiegend in weiss/hochglanz ist, würden sich die weißen Zikmu in unserem Fall am besten einfügen und durch die skulpturhafte Form eher verschwinden, als dies bei üblichen Lautsprechern der Fall sein würde. Die Verarbeitung ist leider nicht ganz zufriedenstellend. Das Material wirkt eher wie billiges Plastik und nicht wie hochwertiger Hochglanzlack. Die Oberfläche scheint außerdem ziemlich kratzempfindlich. Ich kann nicht sagen, wie der Händler mit den Lautsprechern umgegangen ist, aber es sind bereits zahlreiche stärkere Kratzer an dem Trompetenfuß zu erkennen. Auch sind beim Abdeckgitter im oberen Teil die Spaltmaße nicht ganz regelmäßig, das ist mir bereits auf einigen Produktfotos aufgefallen. Die Lautsprecher sind überdies sehr leicht. Sie wiegen kaum mehr als eine Ipod-Boombox ala Harman Kardon go+play oder Altec Lansing Mix. Sie stehen zwar stabil aber nicht wirklich wackelfrei. Sprich, steckt man einen Ipod rein, tendiert der Lautsprecher durch das geringe Gewicht und den schmalen Standfuß zum Nachgeben und wackelt leicht nach. Durch den unsichtbaren Standfuß wiederum, scheint es fast so als würden die Lautsprecher über dem Boden schweben.

Wenn man einfach nur den Ipod Dock nutzen will, steckt man die Zikmu an den Strom und kann mit dem Ipod direkt loshören. Da beide Lautsprecher keinerlei Kabelverbindung untereinander benötigen, ist auch die Aufstellung sehr flexibel. Andererseits verfügt nur einer der Lautsprecher über den Ipod-Dock, der andere hingegen hat einen optionalen analogen Anschluss. Die Lautsprecher müssen demnach irgendwie miteinander kommunizieren, um die Daten auszutauschen. Dies geschieht angeblich über Bluetooth. Es sind aber nicht nur Sync-Signale, die ausgetauscht werden, sondern es muss der vollständige Stream zwischen beiden Lautsprechern hin- und hergeschickt werden. Ich habe natürlich keine Ahnung welche Bitraten hierfür verwendet werden, oder ob es sich um eine verlustfreie Kompression handelt.

Über die Fernbedienung kann man beim Ipod nur Vorwärts/Rückwärts steuern, online lässt sich der Ipod jedoch als Medienserver ansprechen, dazu später mehr. Leider geben die Zikmu nur "echte" Ipod-Dateien wieder, ein gedocktes Iphone mit einer Internetradio App bleibt im Zikmu unverständlicherweise stumm. Vielleicht ist dies bereits behoben worden, seit meines Tests ist mindestens ein Softwareupdate erschienen (das letzte im Mai 2011!).

Medienbrowser im online-Interface mit Auswahl der verfügbaren Medienserver

Bei der Wirelessübertragung über Wifi setzt Parrot auf eine eigene Technologie und nicht etwa auf Apple's Airplay. Der Nachteil, den ich bei Airplay sehe, ist die absolute Fixierung auf Itunes. Man muss Itunes am Rechner verwenden, um Airplay überhaupt nutzen zu können. Da das Itunes Geraffel bei mir am Windows-Rechner immer wieder wirre Fehlermeldungen ausspuckt, versuche ich so gut es geht, darauf zu verzichten und auch zum Beladen meiner Ipods auf Alternativen zurückzugreifen. Man kann zwar Airfoli verwenden, um am Rechner Itunes zu umgehen, aber man ist trotzdem zur Nutzung von Airplay immer auf Apple-Geräte angewiesen.

Will man die Wireless-Möglichkeiten der Zikmu über Wifi nutzen, bedarf das erste Setup einiger Spielerei, ist jedoch in der Anleitung gut beschrieben, auch findet man auf der Parrot Homepage mehrere Tutorial-Videos zur Einrichtung. Ich wollte als aller erstes die aktuellste Firmware draufspielen. Dazu ist eine Verbindung mit dem eigenen Rechner mittels Bluetooth notwendig. Hat man diese mit den Zikmu hergestellt, sendet man einfach das Firmwarefile an das Bluetooth-device, der Lautsprecher macht das Update dann automatisch und startet anschließend neu. Hat man die zusätzliche Parrot-Software auf dem Rechner installiert (in meinem Fall WinXP) erledigt die Software das WiFi-Setup automatisch. Es wird nach Netzwerken usw gesucht, gegebenfalls muss man die Firewall entsprechend anpassen. Wenn alles klappt, verbinden sich die Zikmu mit dem Router und können vom Rechner aus über einen Browser angesprochen werden, entweder direkt über die ihnen zugewiesene IP-Adresse oder mit der Adresse "zikmu.local". Es erscheint ein online-Interface mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten, darunter ein 7-Band EQ mit mehreren Presets, der aber auch völlig frei einstellbar ist. Es ist auch ein Input-Mixer vorhanden, der etwaige Pegelunterschiede zwischen den einzelnen Quellen ausgleichen kann. Man kann hier auch die Balance einstellen, aber auch links/rechts komplett vertauschen. Zusätzlich lassen sich hier der Name des Geräts ändern, als auch Einstellungen zur Raumcharakteristik (gedämpft/ungedämpft) tätigen, aber dazu später mehr beim Klang.

Die erste Verbindung mit meinem Wifi-Netzwerk war bei nicht erfolgreich. Ich nutze an meinem Router 2 WLAN-Netze eines in n-draft mit 5ghz, in dem normalerweise mein Laptop hängt, da nicht 5Ghz-fähig, haben die Zikmu sich jedoch mit dem anderen 2.4ghz Netz verbunden. Die Software konnte auf die Art keine automatische Verbindung herstellen. Erst als ich mich mit dem Laptop auch ins 2,4ghz Netz eingelogged habe, war die Verbindung erfolgreich. Ich konnte nun Musik von meinem Rechner über WLAN direkt zu den Lautsprechern streamen.
Die Zikmu bieten mehrere Arten des Wireless-Streamings an. Neben Bluetooth, auf das ich hier nicht eingehen will, da es doch mit einem deutlichen Klangverlust behaftet war, gibt es vor allem über WLAN mehrere Möglichkeiten Musik abzuspielen. Die eine ist, indem die Parrot-Software auf dem Rechner sozusagen als Soundtreiber agiert und alles was am Rechner wiedergegeben wird, über WLAN direkt zu den Lautsprechern schickt. Es ist dabei egal, welches Format abgespielt wird, ob FLAC, OGG, oder sogar direkt von CD, alle Sounds vom Rechner werden von den Zikmu wiedergegeben, da hier die Parrot-Software den Stream in einer (angeblich unkomprimierten) vom Lautsprecher akzeptierten Form weitergibt, man ist also nicht angewiesen auf Itunes oder ähnliches. Es existiert natürlich eine gewisse Latenz. Ich schätze so 1-2 Sekunden, somit ist Zocken oder Filmschauen auf diese Art mit den Zikmu jedenfalls nicht möglich. Es gibt zwar Einstellungen zur Verbesserung der Latenz, aber die 1-2 Sekunden waren das beste, das ich erreichen konnte und liegen exakt im Bereich, das mir auch Apple's Airplay bietet.
 
Die andere Möglichkeit ist die Wiedergabe über einen Upnp-Server. In meinem Fall habe ich meine gesamte Musiksammlung auf einem NAS, auf dem auch ein Medienserver läuft. Nach dem Start des online Interfaces vom Zikmu in einem Internetbrowser, haben die Lautsprecher meinen Medienserver sofort erkannt und in der Auswahlliste angezeigt. Interessanterweise wird auch ein angedockter Ipod als Server geführt und man kann auch online auf die darauf gespeicherte Musiksammlung zugreifen. Auf die Art spielen die Zikmu nur MP3-Dateien ab (OGG, FLAC funktionieren auf jeden Fall nicht, AAC habe ich nicht ausprobiert). Der Medienbrowser vom Zikmu ist leider etwas lahm und auch mühsam, vor allem wenn man es vom Iphone oder Ipod-Touch nutzt. Hat man z.B. mehrere 1000 Artists zur Verfügung, werden alle zwar alphabetisch angezeigt, man muss sich jedoch durch die gesamte Liste scrollen, wenn man einen Artist mit "Z" sucht. Man hat keine Möglichkeit direkt einen Buchstaben anzuspringen, ähnlich wie sonst am Iphone üblich, sondern muss seitenweise runterscrollen. Ich habe das Browsen meiner Musikbibliothek über das Iphone schnell wieder aufgegeben. Hat man sich endlich bis zum gewünschten Artist durchgekämpft und wählt dann eines seiner Alben, geht dann aber doch wieder zur Artistebene hoch, fängt man wieder bei A an und muss sich wieder komplett nach unten scrollen. Auch wird die Liste nicht etwa zwischengespeichert, sondern muss von neuem komplett geladen werden. Will man sich durch zigtausende Titel durchwühlen, ist es ein echtes Geduldsspiel. Wirklich viel Sinn macht es nicht.

Browsing nach Tags eines Medienservers (in diesem Fall ein gedockter Ipod)
Darstellung einer langen Artistliste

Eine weitere und bessere Möglichkeit des Wireless-Streamings wäre den Zikmu als Upnp-Renderer anzusprechen. Fürs Iphone bzw Ipod Touch gibt es die Upnp-Anwendung "PlugPlayer". Diese erkennt den Zikmu sofort als Renderer. Somit kann ich vom Plugplayer aus alle meine Musikdateien an den Zikmu weiterschicken. Auch hier gilt aber wieder, dass nur MP3-Dateien abgespielt werden. Auf jeden Fall ist das Browsen über den Plugplayer deutlich angenehmer als direkt über den Zikmu-Browser, wenn auch bei weitem nicht perfekt.

Nach meinen ersten Streamingtests hat sich meine WLAN-Verbindung zu den Zikmu schnell wieder verabschiedet. Ich konnte sie zwar online nach wie vor vom Browser aus ansprechen, aber sie gaben nichts wieder. Ein/Ausschalten halft nichts, also Stecker gezogen. Beim zweiten mal habe ich ein manuelles Wifi-Setup durchgeführt. Auch das hat irgendwann plötzlich gestreikt, aber mittlerweile nach einem neuerlichen Steckerziehen hat es fast 2 volle Tage lang funktioniert, vor allem auch dann wenn Rechner und Lautsprecher sich in unterschiedlichen WLAN-Frequenzbändern befunden haben. Ich habe testweise die Parrot-Software auch auf einem Zweitlaptop installiert. Dieser hat nach anfänglichem Rumzicken die Zikmu auch erkannt, und ich konnte auch von diesem Rechner Musik streamen. Was aber passiert, wenn beide Rechner gleichzeitig an sind und zu den Zikmu streamen wollen, hab ich leider nicht ausprobiert.

Auch einige Abstürze sind mir untergekommen. Plötzlich haben sich die Lautsprecher von selbst ausgeschaltet, fanden dann jedoch innerhalb von wenigen Sekunden wieder ins Netz und haben nach kurzer Unterbrechung den Stream wieder aufgenommen, das passierte mehrmals, könnte jedoch auch am Router liegen, in meinem Fall damals noch ein D-link N-DIR 825, der nach einem Blitzeinschlag plötzlich das Zeitliche segnete.
Eine andere Instabilität der Zikmus ist mir auch vorgekommen, indem nur einer der Lautsprecher gespielt hat. Ich habe es nicht geschafft den anderen wieder zum Spielen zu bewegen, auch da hat dann Steckerziehen Wunder bewirkt. Es gibt übrigens an jedem der Lautsprecher auch einen, oder sogar 2 Resetknöpfe. Für einen "Softreset" muss man aber das Lautsprechergitter abnehmen, das über Magneten festgehalten wird. Ich habe den Knopf ausprobiert, aber es hat sich irgendwie gar nichts getan. Es gibt auf der Unterseite der Lautsprecher auch die Möglichkeit für einen "Hardreset", dazu braucht man jedoch eine Nadel und muss in einem kleinen Loch rumstochern. Steckerziehen war für mich eigentlich die angenehmste und schnellste Lösung für alle Probleme.
Eine weitere Miserie, die mir untergekommen ist, waren sporadische Tonaussetzer beim Wifi-Stream vom Computer zu den Zikmus. Zum einen waren das ganz kurze Knackser, eher Störungen, zum zweiten aber komplette Unterbrechungen vom Stream für 1-2 Sekunden. Beim ersteren bin ich mir nicht sicher, ob es an einem Bluetooth-Synchronisationsproblem lag, da die Lautsprecher untereinander ja auch per Bluetooth kommunizieren, vielleicht lag es auch an Interferenzen mit anderen Bluetooth-Geräten wie meiner Maus. Ganz nachvollziehen konnte ich es nicht, nach einem Ausschalten und dem neuerlichen Verbinden mit den Zikmu war das Problem weg. Beim zweiteren vermute ich Probleme mit der Wifi-Auslastung, vielleicht auch mit dem Parrot-Treiber selbst, der bei höherer Prozessorlast unterbricht usw. Ganz Probemlos ist die Streaminggeschichte jedenfalls nicht. Am besten man streamt von einem Medienserver oder einem Rechner, der sonst nichts zu tun hat und verzichtet während des Musikhörens auf größere Kopiervorgänge im Netzwerk. Das Extrem, nämlich die Musik von meinem NAS über WLAN zum Laptop wieder zurück über WLAN zu den Zikmu zu streamen, und gleichzeitig einen Text zu schreiben war nicht sehr erfolgreich. Einerseits produzierten die Zikmu entweder die bereits erwähnten Knackser, oder der Stream unterbrach immer wieder für kurze Zeit. Die diesbezügliche Anfrage beim Parrot-Support war bisher leider ohne Erfolg. Es gibt so viele Faktoren, einerseits die Rechnerkonfiguration, Router, Firewall etc, dass es schwierig wird den Fehler einzugrenzen. Vielleicht funktioniert das Streaming mit einem anderen Setup als dem meinigen besser.

Natürlich gibt es auch die altmodische Möglichkeit analoge Quellen über ein Line-in Kabel an die Zikmu anzuschließen. Jeder der Lautsprecher hat einen eigenen Aux-in Eingang.Wirklich zum Laufen habe ich ihn jedoch nicht gebracht. Ich habe zwar versucht die Quelle an der Fernbedienung auszuwählen, zu hören war trotzdem nichts.

Die Fernbedienung ist sehr reduziert, außer Lautstärke und Vorwärts/Rückwärts sowie Ein/Ausschalten bietet sie nur die Wahl der Quelle an. Leider weiss man nie, welche Quelle eigentlich gerade aktiv ist. Man wählt sich quasi ins "Dunkel". Die Tasten selbst sind als solche nicht zu ertasten, da die Fernbedienung vollkommen glatt ist. Mit der Fernbedienung lässt sich einerseits ein Ipod steuern, aber auch da nur Play/Pause sowie Vorwärts/Rückwärts, andererseits lässt sich auch der nächste Titel anspringen, wenn von einem Upnp-Server gestreamt wird. Streamt man von einem Rechner aus, haben die Vorwärts/Rückwärts-Tasten verständlicherweise keinerlei Funktion, die Zikmu steuern nicht etwa auch den Rechner (was jedoch ziemlich cool wäre...).
Fast komfortabler als mit der minimalistischen Fernbedienung ist die Bedienung über das online-Interface, man kann auch hier den nächsten Titel anspringen, shuffle oder repeat wählen, aber auch die Lautstärke ändern, neben all den anderen bereits genannten Optionen. Leider reagiert das Interface manchmal etwas träge, muss geladen werden usw, sodass man vielleicht erstmal eine Zeit brauchen würde, um überhaupt die Lautstärke regeln zu können. In so einem Fall ist die klassische Fernbedienung also doch die bessere Wahl.

Nun zum wichtigsten: dem Klang!





















Ich habe die Zikmu sowohl mit meinen alten Standboxen verglichen, die ich trotz Protests meiner Frau extra vom Keller hochgetragen und nochmals aufgebaut habe, außerdem mit den verschiedenen Ipod-Docks wie z.B. dem Harman Kardon go+play bzw. dem Altec Lansing MIX.
Mich hat er Klang der Zikmus ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Um diesen Preis habe ich mir doch etwas hochwertigeres erwartet, aber wirklich überzeugt haben mich die Zikmu nicht. Bitte mich nicht falsch zu verstehen: Die Zikmu klingen nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut, insgesamt eher durchschnittlich vor allem für den Preis. Für die geringe Größe schaffen sie es zwar einen relativ vollen und auch druckvollen Bass zu erzeugen, aber die Unterschiede zu einem üblichen Ipod-Dock sind eher vernachlässigbar. Was mich überhaupt nicht überzeugt hat ist die Höhenwiedergabe. Die NXT-Membranen klingen dumpf, ohne Details in den oberen Frequenzbereichen. Man kann mit dem eingebauten EQ etwas nachhelfen, dieser lässt sich jedoch nur über das online Interface bzw. das am Rechner zusätzlich zu installierende Audio Configuration Tool erreichen, sprich ohne WLAN kann man die Lautsprecher gar nicht anpassen. Neben den wählbaren Presets, hat man im Audio Configuration Tool zusätzlich die Möglichkeit eigene EQ-Settings abzuspeichern, diese werden lokal am Rechner in eine CFG-Datei geschrieben und lassen sich im Audio Configuration Tool wieder laden, jedoch nicht online über das Interface. Das online Interface hingegen erlaubt es den Room Compensation Typ zu wählen, das Audio Configuration Tool wiederum nicht. Dass das eine und das andere derart unterschiedlich aufgebaut sind und auch im Funktionsumfang abweichen, finde ich ziemlich verwirrend. Auch sind im Audio Configuration Tool viele Optionen ausgegraut, darunter eine Stereoverbreiterung oder ein virtueller Bass, vielleicht werden diese Funktionen mit einem späteren Update folgen.

Die Room Compensation unterscheidet zwischen gedämpfen und ungedämpften Räumen in 4 Stufen. Was sie wirklich genau macht, und wie sie den Klang tatsächlich beeinflusst, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Ich hatte zumindest das Gefühl als würden bei einer gedämpften Raumeinstellung die Höhen zusätzlich angehoben. Bei einer ungedämpften Einstellung klang es um einiges dumpfer, aber auch das Stereobild schien bei der gedämpften Einstellung etwas breiter.
Das EQ-Preset "Crystal" stellt für meinen Geschmack eine akzeptable Bearbeitungsbasis dar, um den Klang im oberen Bereich zusätzlich etwas klarer und luftiger zu machen. Die Zikmu scheinen die obersten Frequenzen ziemlich arg zu beschneiden. Um dem entgegenzuwirken, muss man schon relativ stark mit dem EQ eingreifen, subtile Regleränderungen bewirken kaum etwas. Leider erzeugen extreme Werte bereits einen etwas unnatürlichen Klang, es klingt fast so als wollte man ein totkomprimiertes MP3-File wieder Leben einhauchen. Man muss etwas spielen, auch mit den Room Compensation Einstellungen. Grundsätzlich gefiel mir die gedämpfte Einstellung mehr, da sie den Klang etwas transparenter macht, obwohl es je nach Aufnahme teilweise schon etwas zu extrem klang. Verglichen mit meinen alten Standboxen klangen die Zikmu mit angepasstem EQ und Room Compensation auf gedämpft schon recht annehmbar, mit ähnlich tiefem Bass, bei doch viel kleinerem Gehäuse, wobei nach wie vor bemerkbar war, dass die Höhen nicht ganz so weit nach oben reichen. Mit unkomprimiertem Material klingen die Zikmu besser als mit stärker komprimierten MP3-Files. Internetradio mit niedrigen Bitraten ist auf den Zikmu kaum zumutbar, wo es bei anderen Lautsprechern nicht derart extrem auffällt. Etwas gewöhnungsbedürftig empfand ich auch die Tatsache, dass die Zikmu bei leiseren Lautstärken deutlich an Dynamik einbüßen. Offenbar können die NXT-Membranen bei geringen Lautstärken nicht die nötige Schwingungsenergie erzeugen, ohne den Frequenzgang grundlegend zu verändern. Besser klingen die Lautsprecher, wenn man etwas lauter hört, leiser gespielt klingen sie auch dumpfer. Auch die erreichbaren Pegel sind enorm, deutlich lauter als die üblichen Ipod-Docks wie Harman Kardon go+play oder B&W Zeppelin etc. Maximal konnte ich gar nicht aufdrehen, weil meine Frau aus dem Garten bereits protestiert hat, dass es zu laut wäre. Bei einer früheren Vorführung im Hifi-Laden sind mir bei höheren Lautstärken leichte Verzerrungen aufgefallen. Jene Lautsprecher hatten jedoch noch die alte Firmware installiert. Seit Version 2.0 sind die Zikmu mit einer dynamic loudness Funktion ausgestattet, die es anscheinend schafft Verzerrungen zu vermeiden.
Die andere Besonderheit der NXT-Membranen ist die, dass sie eine sehr breite und ungerichtete Abstrahlung ermöglichen und auch nach hinten abstrahlen. Es scheint egal wo sich die Lautsprecher befinden, man erhält trotzdem ein überzeugendes Klangbild ohne gröbere Frequenzeinbrüche. Mitten im Raum aufgestellt erhält man so beinahe ein 360° Hörfeld, wobei die Lautsprecher direkt an der Seite natürlich nicht abstrahlen.

Mein Fazit fällt eher durchwachsen aus. Die Lautsprecher bieten zwar einiges an Potenzial, vor allem durch die Möglichkeiten des wireless Streaming, aber die Ausführung ist meiner Meinung nach noch nicht vollends gelungen. Abstürze sind nicht selten, bzw lassen sich auch andere Instabilitäten produzieren, ich konnte jedoch nicht eingrenzen, ob der Router das Problem darstellt, oder meine Firewall, oder einfach der Parrot Soundtreiber buggy ist. Am wenigsten Probleme hat man, wenn man nur den Ipod-Dock nutzt, aber dafür sind die Zikmu wirklich nicht gedacht, für solche Zwecke gibt es wahrhaftig bessere und günstigere Lösungen. Auch ist das Streaming direkt vom Iphone oder Ipad zu den Zikmus nur über Bluetooth möglich. Auch hier wäre es schön, wenn es eine eigene App fürs Iphone geben würde, die ähnlich wie Airplay ein direktes Streaming über Wifi zu den Zikmus erlauben würde. Technisch sicherlich möglich, aber vermutlich nie umsetzbar, denn auch die eher sporadischen Softwareupdates von Parrot lassen eher einen halbherzigen Support erahnen.
Mein größter Kritikpunkt ist jedoch der eher mittelmäßige Klang, vor allem um den Preis. Insgesamt entspricht die Preis/Leistung in keinster Weise dem Gebotenen. Sicherlich muss auch Herr Starck für sein freches von Vuvuzelas inspiriertes Design entlohnt werden, aber nur wegen des Designs bin ich nicht bereit für mittelmäßigen Klang einen Premiumpreis zu zahlen.
Sagen wir so, die Lautsprecher sind insgesamt sicherlich nicht schlecht, aber sie sind eben total überteuert und bieten auch keinen wirklichen Hifi-Klang. Ahnliche und besser klingende Lösungen gibt es genug (als Airplay), wenn auch nicht so elegant, aber wenigstens funktioniert bei Apple's Airplay das Streamen ohne Probleme oder gar Abbrüche, dafür aber eben nur über Itunes.
Man muss für sich entscheiden, ob der hohe Preis es einem Wert ist, am besten selber vor dem Kauf anhören.

Hier nochmal die obligatorische +/- Liste:
+ Weite Klangabstrahlung (auch nach hinten)
+ Angenehmer druckvoller Bass
+ tolles modernes Design mit mehreren Farben zur Auswahl
+ Weitreichende wireless Streamingmöglichkeiten
+ Ipod Dock auch mit Iphones kompatibel, ohne Flugmodus aktivieren zu müssen
+ Zahlreiche Optionen zur Klangoptimierung

- Höhenwiedergabe relativ unausgewogen, lässt sich mit EQ zwar etwas verbessern, klingt aber trotzdem unnatürlich
- Ab und zu Knackser oder Streamingabbrüche bei Wiedergabe über Wifi
- Instabilität, manchmal Abstürze und Probleme mit der neuerlichen Verbindung zum Router (Abhilfe: Steckerziehen)
- Fernbedienung im Dunkeln nicht bedienbar.
- Etwas wirre Software-Implementierung 

- hoher Preis
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