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segunda-feira, 28 de setembro de 2015
Review: Sonos Play:3 System (im Gift Pack mit der Sonos-Bridge)
Derzeit bietet Sonos noch bis Ende des Jahres ein eigenes "Bundle" bzw. "Giftpack" um 299,- an, in dem der Play:3 sowie die dazu notwendige Bridge beinhaltet sind. Man spart sich den Preis der Bridge und kann sofort mit dem "Streamen" loslegen?
Ist das Sonos-System überhaupt notwendig? Bringt es was? Dazu habe ich mir schon zuvor einige Gedanken gemacht, und ich denke ja, es bringt sehr wohl was, denn bisher habe ich keine praktische Lösung gefunden, um meine gesamte Musiksammlung aus dem Netzwerk intuitiv und kabellos an einen oder sogar mehrere Lautsprecher zu streamen.
Das Bundle wird in einer eigenen "Gift"-Schachtel verkauft, die ähnlich wie die Originalschachteln vom Play:3 und der Bridge designed wurde, und diese beiden nochmals extra verpackt beinhaltet.
Der Inhalt ist durchaus elegant verpackt, aber beide Male vom Inhalt relativ minimalistisch. Außer Stromkabel sowie einem schmucken Flachband-LAN-Kabel findet man beim Play:3 nur noch den Quickstart Guide samt Installations-CD. Die Bridge hat exakt dasselbe Flachbandkabel beigepackt, außerdem ein sehr kompaktes externes Netzgerät und einen gleich designten Quickstart Guide.
Die Produkte von Sonos sind vorwiegend in weiß gehalten, wie auch die Kabel etc., was für ein einheitliches "corporate Design" sorgt.
Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut. Der Play:3 Lautsprecher wirkt solide und wertig und hat auch einiges an Gewicht, das er auch benötigt, denn der Passivradiator hinten verwendet zum Tuning eine zusätzliche Masse, die für gewisse Vibrationen sorgt, was bei einem zu leichten Lautsprecher dazu führen würde, dass er bei höheren Pegeln zum Wandern beginnt. Am Lautsprecher sind nur 3 Tasten vorhanden, 2 für die Lautstärke und eine Taste zur Stummschaltung, warum diese Tasten so wichtig sind, werden wir später noch sehen. Hinten ist der Stromanschluss sowie eine LAN-Buchse. Der Lautsprecher hat aber auch WLAN eingebaut, sodass das Stromkabel im Grunde genommen genügt, um ihn betreiben zu können.
Für die Funktion und die Einbindung in ein Sonos-Netzwerk wird natürlich auch die Bridge benötigt, die die notwendige Netzwerk-Infrastruktur erst ermöglicht. Die Bridge ähnelt einem kleinen Router und hat hinten 2 LAN-Buchsen, wie dem Anschluss für das Netzteil. Außerdem befindet sich oben eine einzige Taste, um die Bridge im System zu registrieren.
Das Sonos-System funktioniert grob erklärt folgendermaßen:
Eine Bridge verbindet sich mit dem eigenen Netzwerk und hat so Zugriff auf die eigenen Musikfreigaben, die Bridge hat außerdem dank des Routers auch Verbindung zum Internet, wo weitere abonnierte Musikdienste aus dem Internet, oder auch zahlreiche frei verfügbaren Internetradiosender abgespielt werden können. Die Bridge baut ein eigenes unabhängiges Wireless-Netzwerk auf, mit dem sich dann die weiteren Sonos-Player automatisch verbinden können.
Für die eigentliche Wiedergabe wird mindestens ein Sonos-Player benötigt. Dies kann einerseits ein Aktivlautsprecher von Sonos selbst sein, wie eben die beiden Modelle Play:3 und der größere Play:5, oder man kann auch einen Zoneplayer verwenden, wobei der kleine Zoneplayer nur einen Line-Out Ausgang für Aktivlautsprecher oder einen zusätzlichen Verstärker bietet. Der große Zoneplayer hingegen kann als vollwertiger Verstärker bezeichnet werden, da er mit eigenem Lautsprecheranschluss ausgestattet ist. Alle Player sind mit der Bridge kabellos verbunden, bieten jedoch auch die Möglichkeit per LAN-Kabel verbunden zu werden. Darüber hinaus arbeiten sie auch als Repeater und erweitern das Sonos-Netzwerk für weitere Player, die dann nicht mehr mit der Bridge direkt, sondern mit einem Player davor kommunizieren, falls die Reichweite bis zur Bridge nicht mehr ausreichen sollte. Im Grunde geonmmen handelt es sich dabei um ein ausgeklügeltes und intelligentes System.
Wahrscheinlich war auch deshalb die Installation kinderleicht. Ich habe nicht mal die Quickguide richtig gelesen, noch die InstallationsCD gestartet. Ich habe die Bridge zuhause einfach an meinen Router an einen freien LAN-Port angehängt und konnte sie mit der Iphone-App sofort konfigurieren. Gleich im Anschluss wurde ich von einem Update benachrichtigt, das dann auch automatisch geladen und installiert wurde. Viele Einstellmöglichkeiten hatte ich sonst nicht, erst nachdem sich auch der Play:3 im Netzwerk eingeklinkt und sein verfübares Update geladen hat, konnte ich meine Musiksammlung indizieren lassen. Hierzu bietet Sonos die Möglichkeit das Netzwerk nach Freigaben zu durchsuchen, oder man weiss die UNC-Pfade von selbst und gibt diese samt Benutzer und Passwort (falls notwendig) ein.
Die Indizierung hat bei meiner Musiksammlung, die etwa 61.000 Titel beinhaltet und über 400Gb groß ist, nicht ganz eine Stunde gedauert. Während dieser Zeit konnte ich nur die Internetradiosender ausprobieren und schon mal austesten wie der Play:3 eigentlich klingt. Erst nachdem die Indizierung abgeschlossen war, konnte ich auf meine Musikordner zugreifen, oder wie sonst üblich über die ID3-Tags nach Album, Artist, Titel etc. blättern bzw. suchen. Die meisten Alben wurden sauber und den Tags entsprechend importiert, teilweise auch mit Covern, wobei die Cover vermutlich nur dann übernommen wurden, falls sie auch in den ID3-Tags gespeichert waren. Eine Coverdatei im selben Ordner wurde hingegen ignoriert. Vielleicht muss man die Coverdateien speziell formatieren, um diese fürs Sonos-System ebenfalls sichtbar zu machen, hierfür hätte ich wohl doch die Anleitung bemühen sollen.
Bekannt ist das Sonos-Limit von 65.000 Titeln. Was passiert, wenn die eigene Musiksammlung diesen Wert übersteigt, kann ich nicht sagen. Angeblich kann man dann trotzdem über Ordner zugreifen. Ich habe jedoch gemerkt, dass auch die Aktualisierung der Ordneransicht jedes mal einer neuerlichen Indizierung bedarf. Ich habe testweise 2 neue CDs auf mein NAS kopiert, diese wurden erst sichtbar, nachdem ich die Indizierung neu gestartet habe, was auch wieder mehrere Minuten gedauert hat. Kauft man sich also täglich ein neues Album oder sogar mehrere, muss man auch täglich den Index starten, damit diese Musik auch tatsächlich vom Sonos-System erkannt wird. Wie lange die Indizierung von größeren Änderungen an der Musiksammlung benötigen würde, kann ich nicht sagen. Aber ich führe gerne ab und zu mal einige "Aufräumarbeiten" an meiner Musik durch, verschiebe Ordner, gruppiere sie neu etc. Vermutlich müsste Sonos dann den Index völlig neu schreiben, was wiederum bis zu einer Stunde dauern würde.
Die App von Sonos ist zwar übersichtlich gestaltet und halbwegs logisch aufgebaut, hat mich jedoch auf dem Iphone nicht so sehr überzeugt, da man hier fast dauernd hin- und herblättern muss, um etwaige Änderungen am System durchführen zu können, oder einfach nur mal den Equalizer anzupassen.
Am Ipad hat die App einen viel benutzerfreundlicheren Eindruck hinterlassen, da hier die wichtigsten Einstellungen direkt über die Hauptseite ersichtlich und auch erreichbar sind. Ich kann auf der Hauptseite links meine Zonen verwalten (falls mehrere vorhanden sein sollten), in der Mitte wird der aktuell abgespielte Stream samt der dazugehörigen Playlist dargestellt, die ich jederzeit ändern kann, ganz rechts kann ich immer auf das Musikmenü zugreifen, wo sich meine Bibliothek befinded, oder man einen Radiosender wählen kann, bzw. auch einen anderen Musikdienst, falls man diesen abonniert hat. Auch die Systemeinstellungen wie eben der besagte Equalizer lassen sich vom Menü in der Fußleiste direkt anwählen. Man muss am Ipad nicht dauernd rumblättern, sondern hat alles immer im Griff und im Überblick.
Wählt man einen Titel aus, wird man jedes mal mit einem Popup gefragt, ob dieser sofort abgespielt werden soll, oder am Schluss der Playlist hinzugefügt. Sonos erstellt automatisch immer eine Playlist, sobald ein Titel abgespielt wird. Diese Sonos-Playlist kann man im Nachhinein jederzeit anpassen und auch unter einem eigenen Namen abspeichern. Das Löschen von einzelnen Titeln geschieht schnell und unkompliziert mit dem üblichen Wisch nach rechts. Alles in allem sehr durchdacht und komfortabel zu bedienen. Ich muss wirklich sagen, dass das Sonos-System bei weitem den benutzerfreundlichste Medienplayer bietet, den ich jemals ausprobieren konnte, vor allem am Ipad. Am Iphone war die Bedienung dann doch etwas kompromissbehaftet.
Ich habe das Sonos-System sowohl in meinem eigenen Heimnetzwerk ausprobiert, als auch im Firmennetzwerk. Wie schon zuhause wurde auch im Firmennetzwerk die Bridge sofort freundlich aufgenommen, und ich konnte hier genauso Freigaben erstellen, auf die ich dann mittels User und Passwort über die Bridge Zugriff hatte. Ist die Bridge erstmal erfolgreich im Netz, gibt es auch für den Player kein Hindernis mehr, solange die Reichweite nicht allzugroß ist, damit die wireless-Verbindung nicht zu instabil wird. Ich kann nicht genau sagen, ob es genau mit dieser Distanz zusammenhing, aber gerade im Firmennetzwerk gab es einige Instabilitäten mit dem Play:3. Immer wieder kam es vor, dass die App am Iphone protestiert hat, dass nur eine Bridge im System wäre, obwohl parallel dazu der Play:3 neben mir munter seine Playlist ohne jegliches Mucken und ohne Unterbrechung abgespielt hat. Warum immer wieder diese Kontaktabbrüche stattfanden, konnte ich nicht eingrenzen, jedenfalls wenn ein Sonos-Player erstmals spielt, dann spielt er auch, da kann die Eisenbahn drüberfahren. Deshalb sind die Tasten am Play:3 so hilfreich. Ich hatte beispielsweise von der Sonos-App am Iphone lange Zeit keinen Zugriff mehr auf den Play:3, während dieser jedoch mit höherer Lautstärke fröhlich vor sich hinspielte. Ich konnte ihn über die App weder leiser stellen noch stoppen, da er laut App einfach nicht verfügbar war. Wenn nicht die Tasten direkt am Lautsprecher gewesen wären, würde er noch stundenlang so weiterspielen.
Das Problem bei der Bedienung mittels App ist, dass man sie auch nicht immer aktiv hat. Nutzt man das Iphone auch anderweitig, muss die App erst gestartet werden, sich ins WLAN-Netz einwählen, was manchmal einige Zeit dauern kann. Will man also schnell mal leiser stellen oder einen anderen Titel anspielen, kann es schon mal eine Zeitlang dauern. Die Tasten am Play:3 haben durchaus ihre Berechtigung, auch wenn man sie im Normallfall eher selten benutzen wird.
Will man den Play:3 mal auf einen anderen Platz stellen, ist das auch kein Problem, solange ein Stromanschluss vorhanden ist, und die Funkreichweite der Bridge für den Betrieb ausreicht. Der Play:3 ist aufgrund der Größe und der fehlenen Netzteile relativ portabel. Es ist nur der Lautsprecher selbst und das Stromkabel notwendig. Der Play:3 benötigt dann jedoch etwa 45 Sekunden um sich neu ins System einzuklinken. Also schnell mal aus der Küche und ins Bad gestellt, wird man mit nicht ganz 1 Minute rechnen müssen, bis man damit wieder Musik hören kann.
Sehr lobenswert am Sonos-System ist, dass kaum eine Latenz vorhanden ist. Drückt man Play, wird auch tatsächlich sofort losgespielt. Ab und zu werden zwar Lautstärkeänderungen etwas zeitverzögert ausgeführt, aber bei weitem nicht so extrem wie bei Apple's Airplay, wo sich erstmal gar nichts tut.
Da das Sonos-System modular aufgebaut ist, lassen sich jederzeit zusätzliche Player bzw Komponenten ins System hinzufügen. Darüber hinaus lassen sich einzelne Zonen definieren, wie z.B. Räume oder Bereiche in einem Haus, aber es lassen sich auch 2 Player komplett zu einem Stereosystem zusammenfassen. All das kann über die App komfortabel ohne jeglichen Aufwand bewerkstelligt werden.
Was beim Sonos-System natürlich nicht geht, ist die direkte Wiedergabe von einem Iphone oder Ipad zu den Playern. Sonos ist eher dafür ausgelegt, den Zugriff auf die gesamte Musik im Netzwerk zu ermöglichen. Sich schnell mal auf dem Ipad ein Youtube-Video anzuschauen und den Ton dabei über einen Sonos-Player zu hören ist nicht möglich, außer natürlich über eine Airplay-Express Station, die man an einen Aux-In Anschluss anhängt. Der Anschluss sowie die Einschleifung von analogen Signalen ist jedoch nur über die Zoneplayer bzw den größeren Play:5 möglich. Ob der Umweg über Airplay wirklich wünschenswert ist, sei dahingestellt, da ein Video mit 2 Sekunden Verzögerung beim Ton wohl jeden verrückt machen würde.
Von all den verschiedenen angebotenen Musikdiensten habe ich keinen ausprobiert, da ich keinen davon abonniert habe. Für mich würde das teilweise sogar in einem musikalischen Overkill ausarten, da ich dann jeden Titel, der mir gefällt, sofort kaufen wollte. Ich habe genügend eigene Musik, die ich in Ruhe durchhören muss. Bei 60.000 Titeln verliert man da auch schnell den Überblick.
Internetradio funktionierte, wurde jedoch vor allem im Firmennetzwerk immer wieder unterbrochen und konnte trotz Verbindung zum Play:3 nicht mehr gestartet werden. Ich persönlich finde sogar die nativen Iphone-Apps für Internetradio wie z.B. TuneIn oder iRadio um einiges intuitiver und komfortabler zu bedienen. Mit der Sonos-App lassen sich z.B. keine alternativen Streams wählen, auch wird die aktuelle Bitrate nicht angezeigt. Ich hatte das Gefühl als würden einige mir bekannten Sender mit eine schlechteren Qualität abgespielt, als eigentlich möglich. Was auch zusätzlich fehlt sind Empfehlungen für weitere Radiosender. TuneIn schlägt beispielsweise neue Radiosender vor, indem es die eigene Musik am Iphone mit den Playlists der Radiosender vergleicht. Ich bin dank dieser Funktion oft auf Radiosender gestoßen, die ich zuvor nicht gekannt habe.Insgesamt gibt es an der Sonos-App sowie der Funktionalität nicht viel zu bemängeln, außer dass die Iphone-Version deutlich umständlicher zu bedienen war als am Ipad.
Nun zum Play:3 und dem eigentlichen Klangtest.
Eines vorweg: Der Play:3 klingt durchaus überzeugend, aber leider nicht immer und nicht bei allen Lautstärken. Es war mir schwierig den Klang vom Play:3 allgemein zu erfassen und zu beschreiben, da er bei verschiedenen Lautstärkestufen auch einen unterschiedlichen Klangcharakter an den Tag legt.
Standardmäßig ist beim Sonos-System die "Loudness"-Funktion aktiviert. Deaktiviert man die Funktion, dann klingt der Play:3 ziemlich leblos, wie ein kleiner billiger Regallautsprecher. Mit aktivierter Funktion, bekommt er dann Feuer unter dem Hintern mit ansprechendem Bassfundament und mehr Präsenz im Höhenbereich. Hier wird demnach offensichtlich viel über den DSP optimiert und geregelt, wie der ehrliche Charakter des Play:3 in Wirklichkeit aussieht, kann ich natürlich nicht sagen, wobei man auch erwähnen muss, dass alle ähnlich kompakten Lautsprecher und Docks den Klang auf irgendeine Weise elektronisch mitbeeinflussen, sonst würde man es nicht schaffen aus so kleinen Membranen und Gehäusen einen derart tiefen Bass zu quetschen.
Wirklich druckvoll und ansprechend beginnt der Klang beim Play:3 erst ab 1/3 der Lautstärkeskala zu werden. Man fühlt sich immer wieder genötigt den Lautstärkeregler bis etwa zur Hälfte hochzudrehen, damit der Play:3 zum Leben beginnt. Darunter klingt er eher kraftlos und wenig überzeugend. Obwohl die Loudness-Funktion genau dafür geschaffen worden ist, um dem Lautsprecher bei niedrigen Lautstärken zu etwas mehr "Pepp" zu verhelfen, bzw. die akustischen Unzulänglichenkeiten des menschlichen Gehörs auzugleichen, tut sie dies im Fall vom Play:3 nicht. Die Loudness-Funktion scheint hier eher ein allgemeiner Bassboost-Effekt zu sein, der sich lautstärkabhängig auch nicht sonderlich anpasst.
Eher nur so zum Spass habe ich dann den Play:3 auf meinen Schreibtisch neben die Bose Computer MusicMonitors gestellt und bei leisen Lautstärken beide miteinander verglichen. Das Ergebnis war sogar für mich überraschend. Bis zur Hälfte der Sonos-Lautstärkeskala waren die Bose dem Play mehr als überlegen. Gerade bei leisen Lautstärken zeigten die Bose eine klangliche Dominanz, die den Play:3 zu einem durchschnittlichen Tischradio mutieren ließen. Der Play:3 profitiert auf jeden Fall sehr von einer wandnahen Aufstellung. Der Bass vom Play:3 ist etwas tiefer abgestimmt als bei den MusicMonitors, das Problem ist, dass man den Bass frei aufgestellt kaum wahrnimmt. Nur mit etwas Rückendeckung werden die nach hinten abgegebenen Vibrationen vom Passivradiator auch genügend stark nach vorne gelenkt. Erst als ich den Play:3 ans Fensterbrett zum Fenster hin gestellt habe, spürte man den tieferen Bass vom Play:3, der sich im Vergleich zu den MusicMonitors nun auch besser durchsetzen konnte. Nichtsdestotrotz war ich von der klanglichen Leistung des Play:3 etwas enttäuscht. Erst bei noch höheren Lautstärken hatte dann der Sonos bei dieser optimierten Aufstellung einen hörbaren Vorteil zu den winzigen MusicMonitors. Die MusicMonitors, obwohl klanglich sicher nicht über den gesamten Frequenzbereich perfekt, überraschen mich trotzdem immer wieder mit ihrer Klangfülle, die sogar deutlich größeren Lautsprechern, in diesem Fall dem Play:3 Konkurrenz machen.Ich habe den Play:3 auch zuhause an mehrern Standorten intensiv probegehört, und wirklich druckvoll wurde der Klang immer erst in einer Nische oder nahe einer Wand.
Neben der erwähnten Loudnessfunktion bietet die Sonos-App auch einen "Equalizer". Hier von einem echten Equalizer zu sprechen, wäre wohl zu viel des guten, denn es handelt sich dabei um einen einfachen Bass- und Höhenregler. Bei niedrigen Lautstärken profitiert man auf jeden Fall von einer Anhebung des Bassreglers sogar bis ans Maximum, ab einer gewissen Lautstärkestufe wird dann aber der Bass derart gepusht, dass er bald überhand nimmt. Man läuft Gefahr hier dauernd nachregeln zu müssen, je nachdem wie laut man im Moment hört. Hier hätte ich mir durchaus eine "intelligentere" Loudnessfunktion gewünscht. Man hat leider keinerlei Möglichkeit gezielte Frequenzbänder zu beeinflussen. Bei einer zu starken Anhebung sowie gleichzeitig höheren Lautstärken kann es bei Wandnähe durchaus etwas wummig werden. Obwohl der Passivradiator relativ tief abgestimmt zu sein scheint (die meiste Basspower kommt hauptsächlich von hinten), so ist er trotzdem nicht genügend tief, um den brummenden Charakter des Lautsprechers zu beseitigen. Im direkten Vergleich mit dem Audyssey Dock, hatte dieser ein viel tiefer reichendes Bassfundament mit einem deutlich schwächer ausgeprägten Oberbass. Der Audyssey klang für meinen Geschmack weicher und angenehmer, der Sonos hingegen war direkter und hatte durch den stärkeren Oberbass bei manchen Titeln teilweise sogar etwas mehr "Drive". Bei einigen Titeln konnte man mit dem Play:3 deutlich den Anschlag der Kickdrum hören, der beim Audyssey eher unterging und verwaschen wurde.
Im Bad aufstellt, wo üblicherweise unser Tivoli steht, konnte der Play:3 so gar nicht überzeugen. Die Raumakustik war hier dem Klangcharakter des Play:3 überhaupt nicht dienlich, denn der Klang wurde nun zu einem Brei, der vom zu starken Bass regelrecht dominiert wurde. Ich habe bei dieser Aufstellung den Bassrelger bis zur Hälfte senken müssen und gleichzeitig die Höhen maximal anheben, damit der Bass nicht alles andere zudröhnte. Derart "opmiert" klang dann auch der Play:3 kaum noch besser als ein Tivoli One und konnte auch in keinster Weise mehr beeindrucken. Sogar der FoxL klingt in meinem Bad derart aufgestellt imposanter und angenehmer.
In der Küche in einer Regalnische kam der Play:3 ab einer gewissen Lautstärke durchaus druckvoll, darunter vermochte der Klang jedoch kaum zu beeindrucken.
Rein von der Größe der Lautsprecherfront wäre der Bose Soundlink dem Play:3 nicht unähnlich. Der Play:3 hat jedoch im Vergleich dazu ein vielfach tieferes Gehäusevolumen und spielt auch nicht von Akku. Bei optimaler Lautstärke und Aufstellung hatte der Soundlink klanglich nicht die geringste Chance gegen den Play:3, dieser klang einfach klarer, im Bassbereich druckvoller und insgesamt ausgewogener.
Im direkten Vergleich mit dem Sounddock Portable von Bose, wurde dann klar, dass beide Lautsprecher eigentlich einen sehr ähnlichen Klangcharakter lieferten. Der Sounddock hatte etwas betontere Mitten, der Sonos hingegen einen dominanteren Bass, wobei ingesamt der geringe Unterschied zwischen beiden trotzdem verblüffend war. Natürlich hatte der Sounddock bei leisen Lautstärken einen deutlichen Vorteil, aber trotzdem erwähnenswert, dass der Sounddock sogar höhere Lautstärken als der Play:3 erreichte, wobei dann doch schon starke Verzerrungen und Kompressionseffekte zu hören waren. Das letzte Lautstärkeviertel ist beim Play:3 eher als Gag zu sehen, denn da verliert der Klang jeglichen Zusammenhalt. Bass wird extrem zurückgeschraubt mit gleichzeitiger Anhebung der Mitten.
Demnach gibt es beim Play:3 eigentlich nur einen begrenzten Lautstärkebereich ab 1/2 bis 3/4 der Skala, bei dem er eine wirklich überzeugende Leistung abliefert, ohne dass man selbst an den Klangreglern fummeln muss.
Trotz der doppelten Stereomembranen wäre von einem Stereoeffekt zu sprechen beim Play:3 wohl etwas übertrieben. Der Play:3 ist nur mit einem einzelnen Hochtöner ausgestattet, weshalb auch der Wechsel von Stereo zu Mono nicht derart extrem ins Gewicht fällt. Wird der Play:3 vertikal aufgestellt, springt sein Klangbild binnen einiger Sekunden nach Mono um, Gleichzeitig wird die EQ-Kurve leicht angepasst, die bei horizontaler Aufstellung die Höhen etwas in den Hintergrund rückt.
2 Play:3 zu einem Stereosystem verlinkt, könnten durchaus eine ansprechende Performance abliefern, wobei man sich da preislich bereits bei 600 Euro bewegt und um diesen Preis auch schon sehr qualitative Regallautsprecher bekommt, die dann halt eben nicht wireless sind.
Mit 2 Play:5 ist man dann schon bei 850,- inklusive einer Bridge, ob dieser Preis gerechtfertigt erscheint, muss jeder für sich entscheiden.
Fazit:
Derzeit gibt es kaum vergleichbare Alternativen zum Sonos-System. Obwohl momentan Apple's Airplay vielfach gepusht wird und Airplay-fähige Lautsprecher wie Pilze aus dem Boden sprießen, ist es bei weitem nicht so komfortabel und leidet auch unter einer hohen Latenz sowie zeitweisen Streamingabbrüchen. Die Verlinkung von mehreren Lautsprechern zu einem Stereosystem oder die simultane Wiedergabe auf mehreren Lautsprechern ist bei Airplay weder über Iphone noch Ipad möglich und nur unter Zuhilfenahme von Itunes zu bewerkstelligen. Dafür bietet Airplay den Vorteil der Medienwiedergabe direkt vom Iphone bzw Ipad. Sonos hingegen hat nur Zugriff auf die Medien im eigenen Netzwerk bzw aus einem abonnierten Musikdienst.
Das Sonos-Bundle ist für Sonos-Einsteiger sehr empfehlenswert. Das System selbst besticht durch seinen einfachen Aufbau, denn eine spezielle Konfiguration sowie komplexe Einbindung ins eigene Netzwerk ist nicht notwendig, alles geschieht von selbst. Sogar das Setup meiner Apple Airport Express war komplizierter und erforderte auch eines wiederholten Resets, weil das System anfangs nicht sehr stabil lief.
Das Sonos-System macht das was es soll perfekt und komfortabel: Nämlich den Zugriff auf die gesamte eigene Musik sowie zusätzliche Musikdienste. Das Stöbern in der eigenen Musik ist selbst bei großen Bibliotheken schnell, verzögerungsfrei und übersichtlich, die Suche nach Artist, Titel, Album usw. geschieht sehr schnell und zuverlässig, vorausgesetzt die ID3-Tags sind sauber abgelegt. Aber auch für Leute mit ID3-Abneigung bietet das System die Möglichkeit an, direkt über Ordner auf die eigene Musik zugreifen zu können. Titel eines Albums werden jedoch nach deren Tags angezeigt, nicht nach Dateinamen. Auch die Sortierung von Titeln geschieht trotz Ordneransicht nach deren Titelnummern-Tags, bzw. wenn keine Tags vorhanden sind, wird alphabetisch nach Titelnamen sortiert. Die Sonos App ist vor allem als Ipad-Version extrem bedienerfreundlich. Am Iphone wird man leider aufgrund vom kleinen Display zu zahlreichen Seitenwechseln genötigt. Eine störende Latenz ist beinahe nicht vorhanden, solange sich der Player in guter Reichweite zur Bridge befindet, auch sind mir Streamingabbrüche oder Ausfälle nicht unangenehm aufgefallen.
Da vom Iphone oder Ipad selbst nie direkt gestreamt wird, sondern die Apps das ganze System nur steuern, wird auch der Akku geschont. Beim Streaming über Airplay oder Bluetooth ist der Akkuverbrauch hingegen relativ hoch.
Der Play:3 selbst liefert klanglich eine anständige Performance ab. Die Schwächen liegen hier eher im Detail. So kann er nur in einem engen Lautstärkebereich wirklich voll überzeugen. Bei niedrigen Lautstärken klingt er eher flau und kraftlos, bei maximaler Lautstärke mittenbetont und nervig. Mag man den typisch warmen Bose-Klang mit üppigen Bässen, wird man auch den Play:3 mögen, da dieser sogar feiner und direkter klingt als ein Bose Sounddock, ein Bose Soundlink kann hier weder im Bass- noch im Höhenbereich ansatzweise mithalten.
Zu echtem Stereoklang ist ein einziger Play:3 kaum fähig, hier wäre ein zweiter Play:3 und die Verlinkung zu einem Stereosystem notwendig, wobei dann der Preis etwas fragwürdig erscheint.
Sonos-System allgemein:
+ Schnelles und einfaches Setup
+ jederzeit erweiterbar
+ Verlinkung von 2 Playern per Knopfdruck zu einem Stereosystem
+ komfortabler Zugriff auf die gesamte eigene Musiksammlung im Netz vom Iphone, Ipad oder Computer
+ Browsing sowohl nach ID3-Tags als auch Ordnern möglich
+ Unterstützung von zahlreichen alternativen Musikdiensten und Internetradio
+ Sicherer Stream, keine Abbrüche, kaum Latenz
+ übersichtliche Ipad-App
- Limit von 65.000 Titeln für die Musikbibliothek
- jedes mal neuerliche Indizierung beim Hinzufügen von weiteren Alben notwendig
- Iphone-App nicht so komfortabel zu bedienen und unübersichtlicher als am Ipad
Play:3
+ kompakt, schönes Design und wertige Verarbeitung
+ sowohl Hoch- als auch Querbetrieb möglich
+ für die Größe guter Klang bei gehobener Lautstärke
- relativ empfindlich auf die richtige Aufstellungsposition
- Klang bei leisen Lautstärken kraftlos und flau
- Loudnessfunktion bietet keinerlei lautstärkeabhängige Klanganpassung, eher als allgemeiner "Bassboost" zu sehen
- kaum Stereotrennung
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Bose Computer MusicMonitor vs. Soundlink Wireless Mobile - Fight!
Die Bose Computer MusicMonitor Lautsprecher haben mich seit Beginn an begeistert, waren es die kleinsten Lautsprecher, die ich kannte, die dennoch einen vollen überzeugenden Klang mit genügend Tiefe und Bassfundament erzeugen konnten. Seit ihrer Markteinführung 2007 bzw. einer eigenen japanischen Version, die schon 2006 erschienen ist, hat sich an dieser Tatsache nichts geändert. Die Computer MusicMonitor können sich nach wie vor mit teilweise deutlich größeren Lautsprechern messen, wobei sie natürlich auch einen stolzen Preis haben. Ursprünglich um 399,- Euro bzw. Dollar angeboten, wurde der Preis von Bose schließlich vor einigen Monaten auf 299,- reduziert, wobei sie für einfache kompakte Computerlautsprecher immer noch viel zu teuer erscheinen mögen, was sich jedoch etwas relativiert, wenn man schaut was B&W für ihre Pendants verlangt.
Aufgrund des hohen Preises habe ich einen Kauf eigentlich nie erwogen, denn ich hatte für ein Lautsprechersystem, das zwar extrem kompakt war und auch gut klang, jedoch nur via Netzgerät zu betreiben, keinerlei Verwendung. Ich war nur immer wieder von neuem fasziniert die Lautsprecher zu hören, wenn sie mal in einem Elektromarkt ausgestellt waren und ich sie ausprobieren konnte. Schließlich bin ich doch schwach geworden, als ich günstig auf Ebay ein beinahe nagelneues Set ersteigern konnte.
Mittlerweile verbringe ich die meiste Zeit des Tages im Büro und höre gerne nebenbei Internetradio, wenn auch leise, um meine Kollegen nicht zu stören. Manchmal werden die Abende lang, und es kommt auch vor, dass man vor dringenden Projektabgaben auch mal die Nacht im Büro verbringt. In solchen Situationen ist es ganz hilfreich, wenn man musikalische Untermalung hat, um nicht völlig wegzupennen, da müssen die Lautsprecher dann sogar etwas höhere Lautstärken vertragen.
Mein bisher dafür eingesetzter Lautsprecher, die Thinkoutside Boomtube hat mich irgendwann nicht mehr zufriedengestellt. Zu unausgewogen war der Klang insgesamt, sowohl bei leisen als auch bei hohen Lautstärken, konnte mich die Boomtube nicht überzeugen.
Seit ich die Musicmonitors habe, macht Musikhören im Büro viel mehr Spaß als sonst.
Obwohl die MusicMonitors in eine ganz andere Sparte fallen als der erst kürzlich vorgestellte Soundlink Wireless Mobile Speaker von Bose, will ich beide trotzdem gegenüberstellen, da beide nicht nur im Bezug zur Größe, sondern auch vom akustischen Aufbau vergleichbar sind: Beide verwenden Bose's patentierte gegenüberliegende Doppel-Passivradiatoren, die in dieser Form erstmals im MusicMonitor zum Einsatz kamen. Wie gut dieser akustische "Trick" funktioniert, wird mir immer wieder dann bewusst, wenn Leute nach einem Subwoofer fragen, wenn sie die MusicMonitors das erste mal hören.
Passivradiatoren gibt es nicht erst seit Bose, aber Bose setzt diese offenbar gewieft genug ein, und stimmt sie auch auf die Gegebenheiten perfekt ab, um die akustischen Limits von kleinen Lautsprechern zu strecken und zu beugen. Dass die Passivmembranen doppelt verbaut werden, hat nicht nur den Zweck der Maximierung von Membranfläche, sondern auch der Minimierung von Vibrationen. Da Passivmembranen mittels zusätzlicher Masse auf eine bestimmte Frequenz gestimmt werden müssen, erzeugen sie im Vergleich zu normalen Lautsprechermembranen aufgrund ihrer Trägheit auch extreme Vibrationen. Weil bei Bose beide Membranen entgegengesetzt arbeiten, löschen sich die Vibrationen gegenseitig aus, und das Gehäuse neigt nicht dazu auf dem Tisch rumzutanzen.
Zusätzlich garantiert Bose's DSP Klangbearbeitung perfekten Klang bei jeder Lautstärke. Die MusicMonitors können extrem laut spielen, ohne dass die Klangqualität hörbar auseinanderfällt. Natürlich wird bei höheren Lautstärken der Bass leicht zurückgefahren, und Pegelspitzen etwas komprimiert, aber der Klang hält sich immer in Waage und bleibt intakt, wo manch andere Box nur noch kratzt und knackst. Auch bei niedrigen Lautstärken wird der Klang optimiert, und man hat auch bei sehr leiser Musik genügend Bass, damit Musikhören dennoch Spaß macht. Ein gewisses Bassvolumen muss einfach vorhanden sein, damit Musik genug Power hat, um Spass zu machen.
Mein größter Wunsch war immer eine portable Version der MusicMonitors, mit Akku- bzw. Batteriebetrieb. Ein einzelner Lautsprecher ist kaum größer als eine Coladose und könnte durchaus die Funktion eines portablen Monolautsprechers oder sogar Radios übernehmen, ähnlich einem Tivoli PAL, bloß mit einem viel volleren, lauteren Klang. Für Stereobetrieb würde man beide Lautsprecher benötigen, wobei hier sogar kabelloser Betrieb vorstellbar wäre. Mit einem einzelnen Lautsprecher bleibt man so kompakt wie möglich und hat eben nur Monoklang, zwei Lautsprecher verbinden sich automatisch (per Funk, Bluetooth etc) zu einem kleinen Stereosystem. Für den Transport oder zum Laden, könnten sich beide Lautsprecher magnetisch aneinanderdocken. Sie wären sogar mit Netzgerät immer noch deutlich kleiner als so manche Boombox, und würden trotzdem einen besseren Klang liefern.
Leider hat Bose das Potential der MusicMonitors nie selbst erkannt. Obwohl es eine batteriebetriebene Version für den japanischen Markt mit dem Namen M3 (MicroMusicMonitors) gab, kam dieses Modell nie auf den westlichen Markt und wurde bald auch in Japan zu einer Rarität. Gerüchte sagen dem M3 sogar eine bessere Klangqualität als dem offiziellen Nachfolger "M2" nach, der später in "ComputerMusicMonitor" umgetauft wurde. Der M3 benötigte 4xAA Batterien und spielte dann nur mit einem Bruchteil der Leistung, wobei ich nirgendwo Angaben zur Batterielaufzeit gefunden habe, genauso wenig wie Aussagen zur Klangqualität und maximaler Lautstärke bei Batteriebetrieb verglichen mit Netzbetrieb. Auf Anfrage bei Bose, hat dann ein Mitarbeiter selbst zugegeben, dass die Lautsprecher bei Batteriebetrieb zu schwach waren, und man dieses Feature deshalb wieder verworfen hat.
In der Zwischenzeit gibt es jedoch starke Li-Ion Akkus, die bei entsprechender Opimierung der Verstärkerschaltungen und einer leichten Vergrößerung des Gehäuses durchaus genügend Leistung zum Betrieb unterwegs bereitstellen müssten.
Als der Markt für kompakte portable Lautsprecher in den letzten Jahren rapide angewachsen ist, hat Bose sich für ein gänzlich neues Produkt entschieden, um hier mitmischen zu können. Herausgekommen ist der Soundlink Wirelss Mobile Speaker, der eher an einen geschrumpften Sounddock ohne Dock erinnert als an die MusicMonitors.
Trotzdem tragen beide Lautsprecher die unverwechselbare Handschrift von Bose. Das Design wiederholt sich und zusammengestellt könnte man das ganze sogar für ein Komplettset halten.
Sogar vom Gehäusevolumen unterscheiden sich beide nur marginal. Beide MusicMonitors zusammen haben etwa 1,3 Liter, der Soundlink hat etwa 1,4l Volumen, wobei hier natürlich der Akku weggerechnet werden müsste. Der Soundlink hat natürlich den Vorteil, dass die Gehäusetiefe um die Hälfte schmäler ist, und er dadurch auch leichter zu verstauen ist, trotz der größeren Front.
Doch wie unterscheiden sich beide klanglich. Welcher Lautsprecher klingt besser, lauter...?
Ein Punkt wo die MusicMonitors den Soundlink in Grund und Boden stampfen, ist die Stereoabbildung. Durch die Tatsache, dass beide Lautsprecher frei aufstellbar sind und sich der Abstand auf die Hörposition perfekt abstimmen lässt, klingen die MusicMonitors bei optimaler Aufstellung extrem breit. Der Soundlink klingt trotz eigener Lautsprecher für den Links- und Rechtskanal einfach monophon, egal wie gut man ihn aufstellt. Man muss ihn sich schon direkt an die Nase halten, um ein Stereobild überhaupt zu erahnen. Es gibt zwar inzwischen verschiedene Methoden, um auch aus punktuellen Klangquellen eine überzeugende Stereobühne zu zaubern. Mit dem "Liveaudio"-Update setzt zwischenzeitlich auch Jawbone bei der Jambox auf relativ starke Phasenverdrehungen, um den Stereoeffekt künstlich zu erweitern. Der Soundlink macht nichts von all dem, keinerlei Tricks und keine Special EFX. Aus dem Grund klingt er auch eher nach mono, als nach stereo.
Eine realistische Stereoabbildung ist vielleicht nicht der Sinn eines portablen Lautsprechers, aber alleine dadurch ist er als gelegentlicher Lautsprecher für zuhause nicht wirklich geeignet. Es fehlt ganz einfach das Stereobild. Man kann dem Soundlink mit besagten Effekten etwas auf die Sprünge helfen, aber auch bei extremster Einstellung von SRS WOW wird der Klang nur marginal breiter, obwohl man da bereits mit zusätzlichen Artefakten aufgrund der Klangbearbeitung rechnen muss.
Weiters fällt die unterschiedliche Klangabstimmung beider Lautsprecher auf. Der MusicMonitor reicht im Bass tiefer. Er spielt bis 60 Hz hinab und mit leichtem Abfall sogar bis 55-54 Hz. Beim Soundlink tut sich unterhalb von 60hz kaum noch was, hier ist bereits ab 65 Hz ein starker Abfall bemerkbar. Dafür ist der Bass vom Soundlink im oberen Bereich etwas wuchtiger abgestimmt, er klingt wummiger und insgesamt dumpfer, der MusicMonitor hingegen weicher und nicht ganz so aufgebläht. Die Bassabstimmung vom Sounlink ist vor allem im Freien von Vorteil, da sich so der lautere Bass auch bei lauter Umgebung gut durchsetzen kann. In kleinen Räumen klingt der Sounlink zu übertrieben im Bassbereich, vor allem bei leisen Lautstärken.
Auch bei den Höhen ist der MusicMonitor stimmiger. Er gehört zwar auch nicht zu den klarsten Lautsprechern, die ich kenne, aber über das gesamte Frequenzspektrum ist der Klang dennoch rund und stimmig. Der Soundlink klingt im Höhenbereich gedämpfter und strahlt die Höhen auch gerichteter ab als der MusicMonitor. Man muss den Soundlink wirklich genau auf die Ohren ausrichten um eine optimale Höhenabstrahlung zu erhalten, steht er zu niedrig oder zu hoch, klingen die Höhen zu stark gedämpft.
Interessant auch die maximale Lautstärke, die ebenfalls an den MusicMonitor geht. Er kann lauter spielen als der Soundlink und verzerrt bei hohen Lautstärken auch nicht. Der Unterschied in der Lautstärke ist jedoch nicht gewaltig, aber dennoch bemerkbar.
Verarbeitung und Qualität ist bei beiden Lautsprechern top, wobei der MusicMonitor durch das komplette Aluminumgehäuse doch einen etwas wertigeren Eindruck hinterlässt.
Klanglich überzeugt der MusicMonitor mehr, da er insgesamt ein natürlicheres Bild liefert und vor allem aufgrund der guten Stereotrennung auch für "ernsthaftes" Musikhören geeigneter erscheint. Der Soundlink hat natürlich den Vorteil des Akkubetriebs, sowie kabelloser Wiedergabe. Er beeindruckt wiederum vor allem im Freien mit seiner Basswucht, die auch noch von der Ferne gut hörbar ist. Im Freien habe ich noch keinen besser klingenden kompakten Lautsprecher gehört.
Etwas schade finde ich, dass Bose es nicht geschafft hat, den Soundlink klanglich ähnlich fein wie den MusicMonitor abzustimmen. In kleinen Räumen klingt der Soundlink einfach zu wummig, und man muss gegebenfalls mit einem Equalizer nachhelfen, um ihn klanglich anzupassen, auch die Art der Aufstellung ist wichtiger als beim MusicMonitor.
Beide Lautsprecher kosten gleich viel, aber beide haben auch ihren eigenen speziellen Einsatzzweck, weshalb auch beide meine volle Empfehlung erhalten. Wer keinen Akkubetrieb benötigt, jedoch dennoch möglichst kleine gutklingende Lautsprecher möchte, dem sei auf jeden Fall der MusicMonitor ans Herz gelegt. Wer jedoch unterwegs und auch im Freien Musik in hoher Qualität genießen will, der wird keine bessere Alternative als den Soundlink finden. Der Sounddock portable ist in den meisten Fällen bereits zu groß. Noch kleinere Lautsprecher wie z.B. Jambox etc. können sich draussen hingegen kaum behaupten, da ihnen die nötige Power fehlt, und sie im Bassbereich nicht genügend Druck erzeugen.
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Aufgrund des hohen Preises habe ich einen Kauf eigentlich nie erwogen, denn ich hatte für ein Lautsprechersystem, das zwar extrem kompakt war und auch gut klang, jedoch nur via Netzgerät zu betreiben, keinerlei Verwendung. Ich war nur immer wieder von neuem fasziniert die Lautsprecher zu hören, wenn sie mal in einem Elektromarkt ausgestellt waren und ich sie ausprobieren konnte. Schließlich bin ich doch schwach geworden, als ich günstig auf Ebay ein beinahe nagelneues Set ersteigern konnte.
Mittlerweile verbringe ich die meiste Zeit des Tages im Büro und höre gerne nebenbei Internetradio, wenn auch leise, um meine Kollegen nicht zu stören. Manchmal werden die Abende lang, und es kommt auch vor, dass man vor dringenden Projektabgaben auch mal die Nacht im Büro verbringt. In solchen Situationen ist es ganz hilfreich, wenn man musikalische Untermalung hat, um nicht völlig wegzupennen, da müssen die Lautsprecher dann sogar etwas höhere Lautstärken vertragen.
Mein bisher dafür eingesetzter Lautsprecher, die Thinkoutside Boomtube hat mich irgendwann nicht mehr zufriedengestellt. Zu unausgewogen war der Klang insgesamt, sowohl bei leisen als auch bei hohen Lautstärken, konnte mich die Boomtube nicht überzeugen.
Seit ich die Musicmonitors habe, macht Musikhören im Büro viel mehr Spaß als sonst.
Obwohl die MusicMonitors in eine ganz andere Sparte fallen als der erst kürzlich vorgestellte Soundlink Wireless Mobile Speaker von Bose, will ich beide trotzdem gegenüberstellen, da beide nicht nur im Bezug zur Größe, sondern auch vom akustischen Aufbau vergleichbar sind: Beide verwenden Bose's patentierte gegenüberliegende Doppel-Passivradiatoren, die in dieser Form erstmals im MusicMonitor zum Einsatz kamen. Wie gut dieser akustische "Trick" funktioniert, wird mir immer wieder dann bewusst, wenn Leute nach einem Subwoofer fragen, wenn sie die MusicMonitors das erste mal hören.
Passivradiatoren gibt es nicht erst seit Bose, aber Bose setzt diese offenbar gewieft genug ein, und stimmt sie auch auf die Gegebenheiten perfekt ab, um die akustischen Limits von kleinen Lautsprechern zu strecken und zu beugen. Dass die Passivmembranen doppelt verbaut werden, hat nicht nur den Zweck der Maximierung von Membranfläche, sondern auch der Minimierung von Vibrationen. Da Passivmembranen mittels zusätzlicher Masse auf eine bestimmte Frequenz gestimmt werden müssen, erzeugen sie im Vergleich zu normalen Lautsprechermembranen aufgrund ihrer Trägheit auch extreme Vibrationen. Weil bei Bose beide Membranen entgegengesetzt arbeiten, löschen sich die Vibrationen gegenseitig aus, und das Gehäuse neigt nicht dazu auf dem Tisch rumzutanzen.
Zusätzlich garantiert Bose's DSP Klangbearbeitung perfekten Klang bei jeder Lautstärke. Die MusicMonitors können extrem laut spielen, ohne dass die Klangqualität hörbar auseinanderfällt. Natürlich wird bei höheren Lautstärken der Bass leicht zurückgefahren, und Pegelspitzen etwas komprimiert, aber der Klang hält sich immer in Waage und bleibt intakt, wo manch andere Box nur noch kratzt und knackst. Auch bei niedrigen Lautstärken wird der Klang optimiert, und man hat auch bei sehr leiser Musik genügend Bass, damit Musikhören dennoch Spaß macht. Ein gewisses Bassvolumen muss einfach vorhanden sein, damit Musik genug Power hat, um Spass zu machen.
Mein größter Wunsch war immer eine portable Version der MusicMonitors, mit Akku- bzw. Batteriebetrieb. Ein einzelner Lautsprecher ist kaum größer als eine Coladose und könnte durchaus die Funktion eines portablen Monolautsprechers oder sogar Radios übernehmen, ähnlich einem Tivoli PAL, bloß mit einem viel volleren, lauteren Klang. Für Stereobetrieb würde man beide Lautsprecher benötigen, wobei hier sogar kabelloser Betrieb vorstellbar wäre. Mit einem einzelnen Lautsprecher bleibt man so kompakt wie möglich und hat eben nur Monoklang, zwei Lautsprecher verbinden sich automatisch (per Funk, Bluetooth etc) zu einem kleinen Stereosystem. Für den Transport oder zum Laden, könnten sich beide Lautsprecher magnetisch aneinanderdocken. Sie wären sogar mit Netzgerät immer noch deutlich kleiner als so manche Boombox, und würden trotzdem einen besseren Klang liefern.
Leider hat Bose das Potential der MusicMonitors nie selbst erkannt. Obwohl es eine batteriebetriebene Version für den japanischen Markt mit dem Namen M3 (MicroMusicMonitors) gab, kam dieses Modell nie auf den westlichen Markt und wurde bald auch in Japan zu einer Rarität. Gerüchte sagen dem M3 sogar eine bessere Klangqualität als dem offiziellen Nachfolger "M2" nach, der später in "ComputerMusicMonitor" umgetauft wurde. Der M3 benötigte 4xAA Batterien und spielte dann nur mit einem Bruchteil der Leistung, wobei ich nirgendwo Angaben zur Batterielaufzeit gefunden habe, genauso wenig wie Aussagen zur Klangqualität und maximaler Lautstärke bei Batteriebetrieb verglichen mit Netzbetrieb. Auf Anfrage bei Bose, hat dann ein Mitarbeiter selbst zugegeben, dass die Lautsprecher bei Batteriebetrieb zu schwach waren, und man dieses Feature deshalb wieder verworfen hat.
In der Zwischenzeit gibt es jedoch starke Li-Ion Akkus, die bei entsprechender Opimierung der Verstärkerschaltungen und einer leichten Vergrößerung des Gehäuses durchaus genügend Leistung zum Betrieb unterwegs bereitstellen müssten.
Als der Markt für kompakte portable Lautsprecher in den letzten Jahren rapide angewachsen ist, hat Bose sich für ein gänzlich neues Produkt entschieden, um hier mitmischen zu können. Herausgekommen ist der Soundlink Wirelss Mobile Speaker, der eher an einen geschrumpften Sounddock ohne Dock erinnert als an die MusicMonitors.
Trotzdem tragen beide Lautsprecher die unverwechselbare Handschrift von Bose. Das Design wiederholt sich und zusammengestellt könnte man das ganze sogar für ein Komplettset halten.
Sogar vom Gehäusevolumen unterscheiden sich beide nur marginal. Beide MusicMonitors zusammen haben etwa 1,3 Liter, der Soundlink hat etwa 1,4l Volumen, wobei hier natürlich der Akku weggerechnet werden müsste. Der Soundlink hat natürlich den Vorteil, dass die Gehäusetiefe um die Hälfte schmäler ist, und er dadurch auch leichter zu verstauen ist, trotz der größeren Front.
Doch wie unterscheiden sich beide klanglich. Welcher Lautsprecher klingt besser, lauter...?
Ein Punkt wo die MusicMonitors den Soundlink in Grund und Boden stampfen, ist die Stereoabbildung. Durch die Tatsache, dass beide Lautsprecher frei aufstellbar sind und sich der Abstand auf die Hörposition perfekt abstimmen lässt, klingen die MusicMonitors bei optimaler Aufstellung extrem breit. Der Soundlink klingt trotz eigener Lautsprecher für den Links- und Rechtskanal einfach monophon, egal wie gut man ihn aufstellt. Man muss ihn sich schon direkt an die Nase halten, um ein Stereobild überhaupt zu erahnen. Es gibt zwar inzwischen verschiedene Methoden, um auch aus punktuellen Klangquellen eine überzeugende Stereobühne zu zaubern. Mit dem "Liveaudio"-Update setzt zwischenzeitlich auch Jawbone bei der Jambox auf relativ starke Phasenverdrehungen, um den Stereoeffekt künstlich zu erweitern. Der Soundlink macht nichts von all dem, keinerlei Tricks und keine Special EFX. Aus dem Grund klingt er auch eher nach mono, als nach stereo.
Eine realistische Stereoabbildung ist vielleicht nicht der Sinn eines portablen Lautsprechers, aber alleine dadurch ist er als gelegentlicher Lautsprecher für zuhause nicht wirklich geeignet. Es fehlt ganz einfach das Stereobild. Man kann dem Soundlink mit besagten Effekten etwas auf die Sprünge helfen, aber auch bei extremster Einstellung von SRS WOW wird der Klang nur marginal breiter, obwohl man da bereits mit zusätzlichen Artefakten aufgrund der Klangbearbeitung rechnen muss.
Weiters fällt die unterschiedliche Klangabstimmung beider Lautsprecher auf. Der MusicMonitor reicht im Bass tiefer. Er spielt bis 60 Hz hinab und mit leichtem Abfall sogar bis 55-54 Hz. Beim Soundlink tut sich unterhalb von 60hz kaum noch was, hier ist bereits ab 65 Hz ein starker Abfall bemerkbar. Dafür ist der Bass vom Soundlink im oberen Bereich etwas wuchtiger abgestimmt, er klingt wummiger und insgesamt dumpfer, der MusicMonitor hingegen weicher und nicht ganz so aufgebläht. Die Bassabstimmung vom Sounlink ist vor allem im Freien von Vorteil, da sich so der lautere Bass auch bei lauter Umgebung gut durchsetzen kann. In kleinen Räumen klingt der Sounlink zu übertrieben im Bassbereich, vor allem bei leisen Lautstärken.
Auch bei den Höhen ist der MusicMonitor stimmiger. Er gehört zwar auch nicht zu den klarsten Lautsprechern, die ich kenne, aber über das gesamte Frequenzspektrum ist der Klang dennoch rund und stimmig. Der Soundlink klingt im Höhenbereich gedämpfter und strahlt die Höhen auch gerichteter ab als der MusicMonitor. Man muss den Soundlink wirklich genau auf die Ohren ausrichten um eine optimale Höhenabstrahlung zu erhalten, steht er zu niedrig oder zu hoch, klingen die Höhen zu stark gedämpft.
Interessant auch die maximale Lautstärke, die ebenfalls an den MusicMonitor geht. Er kann lauter spielen als der Soundlink und verzerrt bei hohen Lautstärken auch nicht. Der Unterschied in der Lautstärke ist jedoch nicht gewaltig, aber dennoch bemerkbar.
Verarbeitung und Qualität ist bei beiden Lautsprechern top, wobei der MusicMonitor durch das komplette Aluminumgehäuse doch einen etwas wertigeren Eindruck hinterlässt.
Klanglich überzeugt der MusicMonitor mehr, da er insgesamt ein natürlicheres Bild liefert und vor allem aufgrund der guten Stereotrennung auch für "ernsthaftes" Musikhören geeigneter erscheint. Der Soundlink hat natürlich den Vorteil des Akkubetriebs, sowie kabelloser Wiedergabe. Er beeindruckt wiederum vor allem im Freien mit seiner Basswucht, die auch noch von der Ferne gut hörbar ist. Im Freien habe ich noch keinen besser klingenden kompakten Lautsprecher gehört.
Etwas schade finde ich, dass Bose es nicht geschafft hat, den Soundlink klanglich ähnlich fein wie den MusicMonitor abzustimmen. In kleinen Räumen klingt der Soundlink einfach zu wummig, und man muss gegebenfalls mit einem Equalizer nachhelfen, um ihn klanglich anzupassen, auch die Art der Aufstellung ist wichtiger als beim MusicMonitor.
Beide Lautsprecher kosten gleich viel, aber beide haben auch ihren eigenen speziellen Einsatzzweck, weshalb auch beide meine volle Empfehlung erhalten. Wer keinen Akkubetrieb benötigt, jedoch dennoch möglichst kleine gutklingende Lautsprecher möchte, dem sei auf jeden Fall der MusicMonitor ans Herz gelegt. Wer jedoch unterwegs und auch im Freien Musik in hoher Qualität genießen will, der wird keine bessere Alternative als den Soundlink finden. Der Sounddock portable ist in den meisten Fällen bereits zu groß. Noch kleinere Lautsprecher wie z.B. Jambox etc. können sich draussen hingegen kaum behaupten, da ihnen die nötige Power fehlt, und sie im Bassbereich nicht genügend Druck erzeugen.
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Review: August MS425B Bluetooth Speaker - der Bluetoothlautsprecher für den kleinen Geldbeutel
Überraschenderweise hat mich kürzlich ein Mitarbeiter der Firma August angeschrieben, ob ich bereit wäre einen ihrer Lautsprecher zu testen. Da ich natürlich einigermaßen süchtig danach bin, immer wieder was neues auszuprobieren, habe ich sofort zugestimmt, um dann einige Tage später gleich ein Testexemplar entgegennehmen zu dürfen.
Ich habe mich zuvor klarerweise etwas schlau gemacht, was mich da erwarten würde. Auf Amazon ist der Großteil der Rezensionen durchwegs positiv, der Preis ist in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um einen Bluetoothlautsprecher handelt, durchaus günstig, da sich sonst in diesem Preisbereich eher kabelgebundene Minispeaker, wie der fast schon zum "Klassiker" aufgestiegene Wavemaster Mobi, oder X-Mini, Raikko Nano usw. tummeln.
Ich habe davor auch schon mal den Digitus Superbass getestet und war von ihm in Anbetracht des verlangten Preises durchaus angetan, da er ähnlich einiger Vibrationslautsprecher die Unterlage je nach Beschaffenheit als zusätzlichen Resonanzkörper nutzen konnte, und man ihm bei bestimmten Aufstellungsorten tatsächlich einen beeindruckend druckvollen Bass entlocken konnte, der dann teilweise sogar den zig-fach teureren Soundmatters FoxL überspielt hat.
Der August Bluetooth Speaker schien für mich auf den ersten Blick ein ähnliches Innenleben wie der Digitus zu haben. Ist er zwar insgesamt etwas schlanker als der Digitus Superbass, jedoch mit beinahe identischem Design, der selben Tastenanordnung, Ladebuchse, sowie Powerschalter an der gummierten Unterseite etc. Deshalb war ich natürlich druchaus gespannt darauf, den August hören zu dürfen.
Geliefert wurde der Lautsprecher in einer schicken, jedoch sehr schlichten Verpackung, als Zubehör war neben dem Lautsprecher und einer Anleitung in vielen Sprachen ein USB-Micro Ladekabel, sowie ein 3,5mm Linekabel inkludiert.
Interessant die Warnung auf dem Schachteldeckel, dass der Lautsprecher die ersten 30 Minuten nur auf leiser Lautstärke betrieben werden sollte, damit sich die Membran "kalibriert", wie auch immer das funktionieren soll. Ich habe sogenannte Burn-In oder Einspielphasen immer etwas belächelt, aber wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wird, tu ich das dann auch.
In meinem Fall wurde der Lautsprecher vollkommen in schwarz geliefert, er ist aber auch in zahlreichen anderen Farben verfügbar. Der Lautsprecher ist perfekt verarbeitet. Rein von der Anmutung wirkt er um einiges edler und teurer als der Wavemaster Mobi beispielweise. Das Gehäuse beim August besteht zum größten Teil aus mattem Metall, ich vermute Aluminium, auch das obere Gitter wirkt stabil, nur der untere Bedienteil ist aus Kunststoff, wobei die Bodenfläche wie schon erwähnt gummiert ist und etwas klebrig wirkt, sodass sie Staub magisch anzieht, vermutlich damit der Lautsprecher durch die Eigenvibration nicht herumrattert, oder gar herumwandert, um irgendwann vom Tisch zu fallen.
Der Lautsrpecher ist überraschend schwer, wobei der Digitus meiner Erinnerung nach doch noch etwas mehr Masse hatte. Der August ist schön kompakt, für portable Zwecke finde ich jedoch das flache Design des Wavemaster Mobi (den man zusätzlich zusammenklappen kann), oder eines JBL On Tour Micro praktischer. Beide sind auch deutlich leichter als der August, weshalb man sie locker sogar in einer engen Hostentasche quasi als Immerdabei transportieren kann, was beim August dann doch etwas "dick" auftragen würde.
Das Besondere am August ist, dass er einen vollständigen AVRCP Bluetoothstack integriert hat und er auch dank eingebautem Mikrofon als vollwertige Freisprechanlage genutzt werden kann. Während beim Digitus Superbass die Tasten nur die Lautstärke regeln, bzw den Lautsprecher stummschalten konnten, wird beim August die Lautstärke mittels klassichem Drehrad bewerkstelligt, die Tasten hingegen steuern den Player, sofern er über Bluetooth verbunden ist, und nicht über Kabel.
Mit den Tasten lässt sich ein Titel vor oder zurückspringen, oder die Wiedergabe stoppen. bzw fungiert diese Taste im Falle eines Anrufs auch als Rufannahmetaste.
Nach dem Einschalten springt der August sofort in den Paarungsmodus, sofern kein Aux-Kabel angesteckt ist, dann würde Bluetooth nämlich automatisch deaktiviert, was ich löblich finde, da dies beim FoxL z.B. nicht der Fall ist, und man dort Bluetooth manuell ausschalten muss, wenn man es nicht braucht, oder es sich erst nach Minuten von selbst ausschaltet, wenn kein paarungsbereites Gerät gefunden wird.
Wie man bei bereits erfolgter Verbindung eine neue Verbindung forcieren kann, habe ich nicht herausgefunden, aber es reicht am vorigen Gerät Bluetooth auszuschalten, da dieses dann vom August nicht gefunden wird, ist der Lautsprecher sofort von einem anderen Gerät sichtbar und paarungsbereit.
Schön auch, dass der Lautsprecher gegen Mobilfunkwellen abgeschirmt zu sein scheint. Er macht keine hässlichen Geräusche wie z.B. der FoxL oder der Wavemaster Mobi, wenn das Handy daneben liegt und plötzlich ein Anruf reinkommt.
Klanglich bietet er keine großen Überraschungen. Er ist kein Klangwunder, spielt in etwa auf dem Niveau des Wavemaster Mobi, wobei es wohl eine Geschmacksfrage ist, welcher besser klingt. Der Klang ist deutlich besser als die internen Ipad-Lautsprecher, aber es gibt ebenso genügend Notebooks, die bereits einen besseren Klang erzeugen.
Unser Kleiner war auf jeden Fall ziemlich begeistert vom August, wobei er weniger am Klang Gefallen fand, als vielmehr an der blinkenden LED, sowie dem Geschmack.
Der August klingt etwas harsch im Mittenbereich, die Höhen sind leicht zurückhaltend, und den Bass spürt man mehr, als dass man ihn hört. Der Wavemaster klingt im direkten Vergleich weicher, im Höhenbereich klarer und auch ingesamt sauberer, der August wirkt etwas verhangen, hat aber je nach Aufstellungsort teilweise etwas mehr Potential, was die Basswiedergabe betrifft. Er kann die Unterlage jedoch bei weitem nicht derart stark zu seinem Vorteil nutzen wie der Digitus Superbass, der auf Tischen oder Glasplatten tatsächlich einen viel fetteren Bass erzeugt hat, als frei in der Hand gehalten.
Ich vermute im Inneren des August eine zusätzliche Passivmembran, diese hat jedoch offenbar nicht genug Masse, oder das gesamte System ist nicht optimal auf die Hauptmembran abgestimmt, wie auch immer, der Klang ist einfach nicht so, dass ich angesport wäre, unterschiedliche Unterlagen auszuprobieren, dafür tut sich im Bassbereich einfach zu wenig.
Aufgefallen ist mir auch ein starkes Quantisierungsrauschen, jedoch nur bei Zuspielung über Bluetooth und unabhängig von der Lautstärke. Gewisse Frequenzen hören sich dann verzerrt an, vor allem Klavierklänge sind über Bluetooth kaum hörbar, da sie sehr unsauber wiedergegeben werden.
Etwas enttäuscht hat mich außerdem die maximale Lautstärke. Der August vermag zwar lauter aufzuspielen als der Wavemaster Mobi, verzerrt dann aber je nach Musikstil doch stärker. Während der Wavemaster bei maximaler Lautstärke noch einen durchaus sauberen Klang zustandebringt, ist beim August bei ähnlich abgeglichenem Lautstärkelevel bereits Klirren hörbar, das nur noch schlimmer wird, wenn man lauter dreht. Ebenso muss man mit dem Eingangspegel bei Bluetoothzuspielung aufpassen. Ist der Lautsprecher leise gestellt, der Zuspieler jedoch maximal, kann es trotzdem verzerren. Über Bluetooth ist er auch um einiges lauter als über Line-In, wo er kaum die Lautstärke vom Wavemaster Mobi erreicht.
Laut Hersteller soll der Akku 5 Stunden halten. Ich hatte den August beinahe den ganzen Tag im Garten am spielen, auch bei höherer Lautstärke, damit ich bei der Gartenarbeit noch was mitbekomme, erst nach etwa 6 Stunden hat er kurz mal gepiepst, aber er hat dann weitere 3 Stunden ohne Mucken gespielt, bis ich ihn schließlich ausgeschaltet habe. Keine Ahnung wie lange er noch gespielt hätte.
Ladezeit entspricht am Notebook in etwa den angegebenen 3 Stunden.
Man muss sich der Grenzen des Geräts bewusst sein. Der Wavemaster klingt nicht so viel besser, hat dafür aber kein Bluetooth oder die Möglichkeit einer Freisprecheinrichtung, insofern würde ich dem August doch den Vorzug geben, wenn ich mich zwischen beiden entscheiden müsste. Der Wavemaster produziert außerdem immer wieder Störgeräusche, wenn ein Handy in der Nähe liegt.
Wirklich ernsthaft Musikhören kann man mit beiden nicht. Wenn ich aber auf die Bluetoothfunktion verzichten könnte, würde ich um ähnliches Geld auf jeden Fall den Digitus Superbass wählen, der klanglich dann auch schon auf einem höheren Level spielt. Der Digitus hat mehr Power, verzerrt nicht derart stark, und beeindruckt je nach Aufstellung auch im Bassbereich, was der August leider überhaupt nicht schafft.
Ich kenne zwar nicht alle Alternativen in diesem Preisbereich, die es mittlerweile so zahlreich am Markt gibt, aber wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann inzwischen um etwa knapp das Doppelte den JBL On Tour Micro Wireless ergattern, der auf jeden Fall in dieser Klasse den am meisten erwachsenen Klang bietet, und mich auch vom Design am meisten ansprechen würde.
Ich habe zusätzlich versucht ein ganz schnelles Video zu improvisieren, das die Klangunterschiede vom August und Wavemaster Mobi demonstrieren soll. Man hört am Anfang des ersten Titels bereits deutlich, dass der August Nebengeräusche produziert, während der Wavemaster sauberer und auch klarer spielt. Auch insgesamt klingt der Wavemaster bei diesem Beispiel überzeugender, obwohl die Unterschiede nicht derart groß sind. Verglichen mit dem internen Lautsprecher des Ipad, gewinnt man auf jeden Fall mit beiden an Klangvolumen und Lautstärke.
Abschließend kann ich den August MS425 jedem empfehlen, der einen äußerst günstigen Bluetoothlautsprecher mit eingebauter Freisprechfunktion benötigt, jedoch nicht so viel Wert auf Klangqualität legt. Für Hörbücher, oder für Internetradio nebenher ist er perfekt geeignet, klingt er teilweise besser als so mancher Radiowecker. Ich habe ihn auch auf dem Armaturenbrett im Auto ausprobiert, und er steht stabil genug, um nicht in jeder Kurve davonzufliegen, außerdem ist die Lautstärke hoch genug, um auch auf der Autobahn noch etwas vom Klang mitzubekommen. Mir persönlich fehlt es jedoch etwas an Feintuning, etwas mehr Bass sowie weichere Mitten und klarere Höhen, würden den Klang perfekt abrunden.
Ich möchte mich abschließend bei der Firma August für die Zusendung des Testexemplars bedanken.
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Review: Philips AD7000W "SoundAvia" - Airplay für Arme?
Bereits seit einem Monat bei Conrad in Österreich um € 89,95 im Angebot, gehört der Philips AD7000W damit zu den billigsten Airplay-fähigen Lautsprechern überhaupt. Tummeln sich in diesem Billigsektor nur noch Kandidaten von iHome oder eher Vertreter der Gattung "Bluetooth", muss man dem AD7000W tatsächlich gewisse Qualitäten zusprechen und macht um diesen Preis nichts verkehrt, wenn man einen gut klingenden Airplay-Lautsprecher für die Küche, Bad oder seinen Hobbyraum usw. braucht.
Wieviele Lautsprecher benötigt ein Normalsterblicher überhaupt? Ich höre in den seltensten Fällen starr sitzend auf dem Sofa Musik, sondern bin mal in der Küche, dann wieder im Bad, im Schlafzimmer usw. Eine Option wäre, man trägt einen Lautsprecher mit sich herum. Ich habe früher tatsächlich meistens den FoxL ins Bad getragen, oder zurück in die Küche, was jedoch irgendwann lästig wurde, wenn man schnell mal duschen wollte, jedoch der FoxL irgendwo sonst rumlag oder nicht geladen war. Außerdem genügt die Klangfülle vom FoxL nicht immer allen Ansprüchen. Der Soundlink von Bose ist noch weniger geeignet, da er in kleinen Räumen schnell wummig klingt und er sich beim Rumtragen aufgrund des Flipcovers eher hinderlich zeigt, da er auch immer erst richtig positioniert werden muss etc.
Für solche Zwecke wäre eine günstige Multiroom-Lösung die beste Variante. Um ein Haus mit Sonos Komponenten auszustatten, bedarf es schon ein wenig an Kleingeld. Ein einzelner Play:3 kostet etwa 300 Euro, bleibt demnach die Variante über Airplay. Eine Paarung zweier Geräte wie bei Bluetooth entfällt, und wird der Lautsprecher gerade von keiner anderen Quelle verwendet, habe ich von jedem Gerät Zugriff darauf, ob Ipad, Iphone, oder Laptop usw. Je nachdem wo man sich gerade befindet, schaltet man einfach auf den entsprechenden Lautsprecher um, das Umschalten dauert etwa 2-3 Sekunden, und im Normalfall kann mit kurzer Unterbrechung gleich im anderen Raum weitergehört werden, wo man vorher aufgehört hat.
Ein AD7000W ist um 90 Euro zu haben und würde sich tatsächlich bestens dafür eignen mehrere Räume im Haus damit auszustatten, doch was bekommt man hier wirklich um 90 Euro? Oder ist der AD7000W eher was für den Mistkübel? Selbst eine Airport Express kostet nicht weniger, und hat man nicht bereits passende Aktivlautsprecher zur Hand, müsste man diese noch entsprechend dazurechnen.
Erstaunlicherweise klingt der AD7000W tatsächlich nicht schlecht und übertrifft sogar deutlich teurere Lautsprecher von Philips selbst, wie z.B. deren Soundring. Mit etwas EQ-Bearbeitung kann man ihn durchaus auf ein hohes Niveau bringen und auch die damit möglichen Pegel sollten normalen Bedürfnissen genügen.
Dank der Fidelio-App lässt sich der Klang mittels Mehrband EQ nach Wunsch anpassen, oder auch die Philips-eigene Klangverbesserung "FullSound" dazuschalten, die klanglich einer Art "Loudness" entspricht. In großen Räumen verträgt der AD7000W relativ viel Bass, teilweise kann man hier den 60hz Regler sogar ans Maximum fahren, mit gleichzeitiger Anhebung der Höhen, um das beste Ergebnis zu erhalten. Auf die Art "getuned", klingt er beinahe wie der Bose Soundlink, wobei der Philips feiner und in den Höhen brillanter klingt, im Bass trotz Anhebung etwas dezenter und nicht ganz so dick auftragend. Natürlich hat der Philips keinen Akkubetrieb und ist nicht ganz so kompakt, aber was will man um 90 Euro mehr? Da wäre vielleicht noch die Logitech Wireless Boombox, die man als direkten Konkurrenten mit Bluetooth statt Airplay hinzuziehen könnte, aber selbst die klingt schlechter und ist für Akkubetrieb aufgrund des dann noch schlechteren Klangs sowieso nicht empfehlenswert.
Von der Größe in etwa mit einem Bose Sounddock vergleichbar, ist der AD7000W jedoch deutlich leichter und nicht ganz so wertig verarbeitet. Er ist vollkommen aus Kunststoff, bei der Front handelt es sich um ein Plastikgitter mit Stoffbespannung, nur die Oberseite ist aus gebürstetem Aluminium, das in der Tat recht wertig wirkt, wobei man die Oberseite kaum sieht, wenn man den Lautsprecher nicht gerade auf Brusthöhe aufstellt.
Der AD7000W kann zwar mit dem Sounddock klanglich nicht wirklich mithalten, kommt diesem aber schon gefährlich nah, beim Bruchteil des Preises. Auch die Treiberbestückung ist dem Sounddock ähnlich: 2 Breitbandlautsprecher in einem Bassreflex-Gehäuse, wobei die Öffnungen etwas klein sind, und bei höheren Pegeln durchaus zu Furzgeräuschen neigen. Auch scheint Philips den Klang der Lautstärke entsprechend anzupassen, denn der AD7000W klingt selbst bei leisen Pegeln durchaus druckvoll. Bei lauteren Pegeln wird der Bass mit der Lautstärke angepasst.
Neben der Ansteuerung mittels Airplay, lässt sich der AD7000W auch über Aux-In betreiben, darüber hinaus ist er mit einer USB-Schnittstelle ausgestattet, die zum Laden eines Apple-Geräts dient, wobei das entsprechende Dock-Kabel jedoch nicht mitgeliefert wird. Theoretisch kann man auch über USB mit einem Iphone Musik hören, der Sinn bleibt mir dann eher verwehrt, und würde wohl nur für ältere nicht Airplayfähige Ipods oder einen Ipod Nano zutreffen, ansonsten besticht der Lautsprecher eben durch die komfortable Airplayanbindung.
Die erstmalige Airplay Einrichtung läuft völlig problemlos nach einem typischen Muster ab: Zuerst wird durch längeres Drücken der Wireless-Setup Taste ein adhoc Netzwerk des Lautsprechers erzwungen, mit welchem man sich dann vom Iphone, Ipad oder sonstigem Browser verbinden kann. Durch Aufruf von 192.168.1.1 gelangt man zur Hauptseite des Lautsprechers, wo man ihn umbennen kann, das eigene Wifi Netzwerk auswählen, Passwort eingeben oder gegebenfalls etwaige Firmwareupdates durchführen. Nach Anwahl des richtigen Netzwerks startet der Lautsprecher neu und bestätigt dies bei erfolgreicher Verbindung mit einem Piepston. Danach ist er als Airplayziel verfügbar und man kann sofort Musik hinstreamen. Der Lautsprecher ist dann mit seiner neuen vom DHCP zugewiesenen Ip-Adresse jederzeit vom Browser verfügbar und lässt sich neu konfigurieren, umbenennen etc.
Noch einfacher geschieht die Einrichtung mittels WPS, wobei ich keinen einfachen Zugang zu meinem Router habe um die entsprechende Taste zu drücken, weshalb ich die manuelle Konfiguration gewählt habe.
Nach dem Aus- und Einschalten benötigt der Lautsprecher immer einige Zeit (etwa 15-30 Sekunden), um sich erneut ins Wifi-Netzwerk einzuwählen. Ein Standbymodus ist leider nicht vorhanden. Entweder das Gerät ist dauernd in Betrieb, oder man schaltet es immer manuell aus und ein. Leider befinden sich die entsprechenden Tasten unverständlicherweise auf der Gehäuserückseite, so dass man meist etwas rumfummeln muss, um den richtigen Knopf zu erwischen, da die Lautstärketasten gleich neben der Powertaste zu liegen kommen, und man blind kaum feststellen kann, um welche Taste es sich eigentlich handelt. Schön wäre ein eigener Powersave-Modus gewesen, der außer des Funks alle Funktionen des Lautsprechers bei Nichtbetrieb ausschaltet, denn jedes mal eine halbe Minute warten zu müssen, bis man nach dem Einschalten endlich Musik hören kann, ist irgendwann lästig.
Abgesehen davon hat der AD7000W ein weiteres Problem, da er nach dem Ausschalten alle vorgenommenen Klangeinstellungen zurücksetzt. Hier bleibt nur die Hoffnung auf ein zukünfiges Softwareupdate von Philips, denn passt man den Lautsprecher nach seinem Geschmack mit der Fidelio-App entsprechend an, muss man dies nach einer Stromunterbrechung jedes mal von neuem tun.
Ich habe den AD7000W an einigen Standorten im Haus ausprobiert und war überrascht, wie gut er sich überall gemacht hat. Selbst in unserem großen Wohnzimmer war die Klangfülle für eine überzeugende Darbietung nach etwas EQ-Bearbeitung ausreichend. So ganz neutral eingestellt klang er doch etwas flau. In der Küche aufgestellt, musste der Bass hingegen etwas runtergefahren werden, im Bad habe ich auf den EQ komplett verzichtet und habe nur "Full Sound" aktiviert. Auf diese Art klingt der AD7000W sogar besser als ein Sonos Play:3, den ich während meines Tests auch im Bad ausprobieren wollte, aber wirklich einfügen wollte sich der Klang des Play:3 nicht, und war je nach Lautstärke entweder zu flach oder zu basslastig.
Bemerkenswert, dass der AD7000W bereits im unteren Lautstärkedrittel ein entsprechendes Lautstärkeniveau aufweist. Bei der Hälfte der Lautstärkeskala könnte es bereits zu laut sein. Selbst bei Lautstärken nahe des Maximums sind mir keinerlei Verzerrungen aufgefallen. Nur die hinteren Bassreflexöffnungen lassen dann beim genaueren Hinhören bereits Strömungsgeräusche erahnen. Parties wird man mit dem AD7000W zwar keine beschallten können, aber für den Alltag sollte die Leistung reichen.
Ernsthafte Probleme habe ich bisher mit dem AD7000W nicht festgestellt. Ab und zu vergisst er seinen Namen und benennt sich selbst um, aber dieses Problem hat auch ein anderer Airplay-Lautsprecher von Philips aus der Fidelio Serie, weshalb ich eher ein allgemeines Problem bei der Software vermute. Je nach Abstand bzw Verbindungsqualität zum Router sind durchaus kurze Unterbrechungen möglich, aber ich würde da Airplay allgemein als etwas anfällig sehen.
Mit iOS 4.3.3 war der Verbindungsaufbau zum Lautsprecher mittels der Fidelio-App noch relativ fehlerbehaftet, mit iOS5.1.1 hatte ich bisher kaum noch Probleme.
Fazit:
Ich kann den AD7000W wahrhaftig jedem empfehlen, der nicht gerade Highend erwartet. Der AD7000W liefert anständigen Klang zu einem günstigen Preis, vor allem wenn man das derzeitige Angebot von Conrad heranzieht. Ich habe schon viele teurere Lautsprecher ohne Airplay gehört, die um vieles schlechter geklungen haben.
Einem Multiroomsystem, ausgestattet mit mehreren AD7000W für gelegentliches Hören steht nichts im Weg, wäre da nicht der permanente Stromverbrauch, falls man die Lautsprecher sofort einsatzbereit haben will. Aber selbst Sonos ist da eher nachlässig und bietet bei deren Komponenten keinen echten Standbymodus an.
Von mir auf jeden Fall eine glatte 1 minus!
+ günstig
+ neutrales kompaktes Design
+ anständiger Klang, je nach Geschmack und Standort mit einer App anpassbar
+ klingt leise und laut gut, keine hörbaren Verzerrungen
+ problemlose Einrichtung und Bedienung
- kann unter Umständen "billig" wirken
- alle Bedienelemente auf der Rückseite
- kein Standbymodus
- vergisst nach dem Ausschalten alle Klangeinstellungen
- Airplay Implementation etwas instabil
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Wieviele Lautsprecher benötigt ein Normalsterblicher überhaupt? Ich höre in den seltensten Fällen starr sitzend auf dem Sofa Musik, sondern bin mal in der Küche, dann wieder im Bad, im Schlafzimmer usw. Eine Option wäre, man trägt einen Lautsprecher mit sich herum. Ich habe früher tatsächlich meistens den FoxL ins Bad getragen, oder zurück in die Küche, was jedoch irgendwann lästig wurde, wenn man schnell mal duschen wollte, jedoch der FoxL irgendwo sonst rumlag oder nicht geladen war. Außerdem genügt die Klangfülle vom FoxL nicht immer allen Ansprüchen. Der Soundlink von Bose ist noch weniger geeignet, da er in kleinen Räumen schnell wummig klingt und er sich beim Rumtragen aufgrund des Flipcovers eher hinderlich zeigt, da er auch immer erst richtig positioniert werden muss etc.
Für solche Zwecke wäre eine günstige Multiroom-Lösung die beste Variante. Um ein Haus mit Sonos Komponenten auszustatten, bedarf es schon ein wenig an Kleingeld. Ein einzelner Play:3 kostet etwa 300 Euro, bleibt demnach die Variante über Airplay. Eine Paarung zweier Geräte wie bei Bluetooth entfällt, und wird der Lautsprecher gerade von keiner anderen Quelle verwendet, habe ich von jedem Gerät Zugriff darauf, ob Ipad, Iphone, oder Laptop usw. Je nachdem wo man sich gerade befindet, schaltet man einfach auf den entsprechenden Lautsprecher um, das Umschalten dauert etwa 2-3 Sekunden, und im Normalfall kann mit kurzer Unterbrechung gleich im anderen Raum weitergehört werden, wo man vorher aufgehört hat.
Ein AD7000W ist um 90 Euro zu haben und würde sich tatsächlich bestens dafür eignen mehrere Räume im Haus damit auszustatten, doch was bekommt man hier wirklich um 90 Euro? Oder ist der AD7000W eher was für den Mistkübel? Selbst eine Airport Express kostet nicht weniger, und hat man nicht bereits passende Aktivlautsprecher zur Hand, müsste man diese noch entsprechend dazurechnen.
Erstaunlicherweise klingt der AD7000W tatsächlich nicht schlecht und übertrifft sogar deutlich teurere Lautsprecher von Philips selbst, wie z.B. deren Soundring. Mit etwas EQ-Bearbeitung kann man ihn durchaus auf ein hohes Niveau bringen und auch die damit möglichen Pegel sollten normalen Bedürfnissen genügen.
Dank der Fidelio-App lässt sich der Klang mittels Mehrband EQ nach Wunsch anpassen, oder auch die Philips-eigene Klangverbesserung "FullSound" dazuschalten, die klanglich einer Art "Loudness" entspricht. In großen Räumen verträgt der AD7000W relativ viel Bass, teilweise kann man hier den 60hz Regler sogar ans Maximum fahren, mit gleichzeitiger Anhebung der Höhen, um das beste Ergebnis zu erhalten. Auf die Art "getuned", klingt er beinahe wie der Bose Soundlink, wobei der Philips feiner und in den Höhen brillanter klingt, im Bass trotz Anhebung etwas dezenter und nicht ganz so dick auftragend. Natürlich hat der Philips keinen Akkubetrieb und ist nicht ganz so kompakt, aber was will man um 90 Euro mehr? Da wäre vielleicht noch die Logitech Wireless Boombox, die man als direkten Konkurrenten mit Bluetooth statt Airplay hinzuziehen könnte, aber selbst die klingt schlechter und ist für Akkubetrieb aufgrund des dann noch schlechteren Klangs sowieso nicht empfehlenswert.
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| EQ-Einstellung für "Soundlink-Sound" |
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| "FullSound" deaktiviert alle anderen Klangparameter |
Von der Größe in etwa mit einem Bose Sounddock vergleichbar, ist der AD7000W jedoch deutlich leichter und nicht ganz so wertig verarbeitet. Er ist vollkommen aus Kunststoff, bei der Front handelt es sich um ein Plastikgitter mit Stoffbespannung, nur die Oberseite ist aus gebürstetem Aluminium, das in der Tat recht wertig wirkt, wobei man die Oberseite kaum sieht, wenn man den Lautsprecher nicht gerade auf Brusthöhe aufstellt.
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| AD7000W und Bose Sounddock portable im Vergleich |
Der AD7000W kann zwar mit dem Sounddock klanglich nicht wirklich mithalten, kommt diesem aber schon gefährlich nah, beim Bruchteil des Preises. Auch die Treiberbestückung ist dem Sounddock ähnlich: 2 Breitbandlautsprecher in einem Bassreflex-Gehäuse, wobei die Öffnungen etwas klein sind, und bei höheren Pegeln durchaus zu Furzgeräuschen neigen. Auch scheint Philips den Klang der Lautstärke entsprechend anzupassen, denn der AD7000W klingt selbst bei leisen Pegeln durchaus druckvoll. Bei lauteren Pegeln wird der Bass mit der Lautstärke angepasst.
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| AD7000W mit abgenommenem Frontgitter |
Neben der Ansteuerung mittels Airplay, lässt sich der AD7000W auch über Aux-In betreiben, darüber hinaus ist er mit einer USB-Schnittstelle ausgestattet, die zum Laden eines Apple-Geräts dient, wobei das entsprechende Dock-Kabel jedoch nicht mitgeliefert wird. Theoretisch kann man auch über USB mit einem Iphone Musik hören, der Sinn bleibt mir dann eher verwehrt, und würde wohl nur für ältere nicht Airplayfähige Ipods oder einen Ipod Nano zutreffen, ansonsten besticht der Lautsprecher eben durch die komfortable Airplayanbindung.
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| Rückseite mit den kleinen Bassreflexöffnungen (sehr anfällig auf Fingerabdrücke wie man sieht) |
Noch einfacher geschieht die Einrichtung mittels WPS, wobei ich keinen einfachen Zugang zu meinem Router habe um die entsprechende Taste zu drücken, weshalb ich die manuelle Konfiguration gewählt habe.
Nach dem Aus- und Einschalten benötigt der Lautsprecher immer einige Zeit (etwa 15-30 Sekunden), um sich erneut ins Wifi-Netzwerk einzuwählen. Ein Standbymodus ist leider nicht vorhanden. Entweder das Gerät ist dauernd in Betrieb, oder man schaltet es immer manuell aus und ein. Leider befinden sich die entsprechenden Tasten unverständlicherweise auf der Gehäuserückseite, so dass man meist etwas rumfummeln muss, um den richtigen Knopf zu erwischen, da die Lautstärketasten gleich neben der Powertaste zu liegen kommen, und man blind kaum feststellen kann, um welche Taste es sich eigentlich handelt. Schön wäre ein eigener Powersave-Modus gewesen, der außer des Funks alle Funktionen des Lautsprechers bei Nichtbetrieb ausschaltet, denn jedes mal eine halbe Minute warten zu müssen, bis man nach dem Einschalten endlich Musik hören kann, ist irgendwann lästig.
Abgesehen davon hat der AD7000W ein weiteres Problem, da er nach dem Ausschalten alle vorgenommenen Klangeinstellungen zurücksetzt. Hier bleibt nur die Hoffnung auf ein zukünfiges Softwareupdate von Philips, denn passt man den Lautsprecher nach seinem Geschmack mit der Fidelio-App entsprechend an, muss man dies nach einer Stromunterbrechung jedes mal von neuem tun.
Ich habe den AD7000W an einigen Standorten im Haus ausprobiert und war überrascht, wie gut er sich überall gemacht hat. Selbst in unserem großen Wohnzimmer war die Klangfülle für eine überzeugende Darbietung nach etwas EQ-Bearbeitung ausreichend. So ganz neutral eingestellt klang er doch etwas flau. In der Küche aufgestellt, musste der Bass hingegen etwas runtergefahren werden, im Bad habe ich auf den EQ komplett verzichtet und habe nur "Full Sound" aktiviert. Auf diese Art klingt der AD7000W sogar besser als ein Sonos Play:3, den ich während meines Tests auch im Bad ausprobieren wollte, aber wirklich einfügen wollte sich der Klang des Play:3 nicht, und war je nach Lautstärke entweder zu flach oder zu basslastig.
Bemerkenswert, dass der AD7000W bereits im unteren Lautstärkedrittel ein entsprechendes Lautstärkeniveau aufweist. Bei der Hälfte der Lautstärkeskala könnte es bereits zu laut sein. Selbst bei Lautstärken nahe des Maximums sind mir keinerlei Verzerrungen aufgefallen. Nur die hinteren Bassreflexöffnungen lassen dann beim genaueren Hinhören bereits Strömungsgeräusche erahnen. Parties wird man mit dem AD7000W zwar keine beschallten können, aber für den Alltag sollte die Leistung reichen.
Ernsthafte Probleme habe ich bisher mit dem AD7000W nicht festgestellt. Ab und zu vergisst er seinen Namen und benennt sich selbst um, aber dieses Problem hat auch ein anderer Airplay-Lautsprecher von Philips aus der Fidelio Serie, weshalb ich eher ein allgemeines Problem bei der Software vermute. Je nach Abstand bzw Verbindungsqualität zum Router sind durchaus kurze Unterbrechungen möglich, aber ich würde da Airplay allgemein als etwas anfällig sehen.
Mit iOS 4.3.3 war der Verbindungsaufbau zum Lautsprecher mittels der Fidelio-App noch relativ fehlerbehaftet, mit iOS5.1.1 hatte ich bisher kaum noch Probleme.
Fazit:
Ich kann den AD7000W wahrhaftig jedem empfehlen, der nicht gerade Highend erwartet. Der AD7000W liefert anständigen Klang zu einem günstigen Preis, vor allem wenn man das derzeitige Angebot von Conrad heranzieht. Ich habe schon viele teurere Lautsprecher ohne Airplay gehört, die um vieles schlechter geklungen haben.
Einem Multiroomsystem, ausgestattet mit mehreren AD7000W für gelegentliches Hören steht nichts im Weg, wäre da nicht der permanente Stromverbrauch, falls man die Lautsprecher sofort einsatzbereit haben will. Aber selbst Sonos ist da eher nachlässig und bietet bei deren Komponenten keinen echten Standbymodus an.
Von mir auf jeden Fall eine glatte 1 minus!
+ günstig
+ neutrales kompaktes Design
+ anständiger Klang, je nach Geschmack und Standort mit einer App anpassbar
+ klingt leise und laut gut, keine hörbaren Verzerrungen
+ problemlose Einrichtung und Bedienung
- kann unter Umständen "billig" wirken
- alle Bedienelemente auf der Rückseite
- kein Standbymodus
- vergisst nach dem Ausschalten alle Klangeinstellungen
- Airplay Implementation etwas instabil
Weitere Testberichte zum Soundlink Wireless Mobile Speaker von Bose
PCmag.com hat bereits einen Testbericht zum neuen Soundlink veröffentlicht und verleiht ihm den "Editors Choice Award" mit 4 von 5 Punkten. Als Kritikpunkt wird der hohe Preis genannt, den auch ich voll unterschreiben kann. Sie vergleichen den Soundlink mit der Logitech Wireless Boombox, wobei nicht erwähnt wird, dass die Boombox von Akkus deutlich schwächer klingt als bei Netzbetrieb, was den Vergleich etwas relativiert.
Auch Trustedreviews hat schon einen Testbericht zum Soundlink verfasst und gibt dem Lautsprecher 7 von 10 Punkten. Sie können den Soundlink jedoch nicht einordnen, da er laut ihnen für Reisen zu groß sei, für zuhaue dagegen zu schwach. Da keine besseren Alternativen (außer Jambox) genannt werden, kann ich mit dem Kritikpunkt eher wenig anfangen. Natürlich hätte ich gerne einen Lautsprecher mit der Größe der Jambox und dem Sound vom Soundlink, was jedoch ziemlich unrealistisch ist, wobei Bose auch aus den kleinen Computer Music Monitors, die nicht viel größer sind als die Jambox, viel mehr Sound holen.

Tech2 aus Indien hat ebenfalls einen Testbericht zum Bose Soundlink gepostet und vergibt ebenso die bereits bekannten 7 von 10 möglichen Punkten (außer deren Skala geht bis 11, wie auch bei der Virgin Boomtube). Ein weiterer etwas spartanischer Testbericht aus Indien ist bei The Hindu Business Line nachzulesen.

Ein neuer Testbericht von T3:
Noch ein positiver Review von einem Blogger auf Stimulated Boredom
Cnet.co.uk ist hingegen sichtlich unbeeindruckt vom Soundlink und stampft ihn aufgrund der schlechten Klangqualität, des hohen Gewichts und des fehlenden Airplay in Grund und Boden.
Ganz anders Jonathan Takiff, der in seinem Artikel die aktuell populärsten Bluetoothlautsprecher untereinander vergleicht und den Bose Soundlink als den bestklingenden portablen wireless Lautsprecher bezeichnet.
Der Test von i-fidelity.net ist zwar inhaltlich etwas reduziert, aber die Tester sind von dem Soundlink sichtlich angetan und bescheinigen dem Gerät eine Wiedergabezeit von 15 Stunden bei gemäßigter Lautstärke, was ich durchaus unterschreiben kann und die niedrigen Werte nicht nachvollziehen kann, die teilweise in anderen Testberichten auftauchen. Am Klang wird interessanterweise nichts bemängelt, wobei gerade Hifi-Seiten besonders kritisch sind. Ich empfinde nach wie vor den Soundlink als etwas dumpf, was jedoch auch sehr von der Aufstellungsposition abhängt.

Cnet.com sind anders als ihre britischen Kollegen vom Soundlink ziemlich begeistert und vergeben ihm Bestwerte.
domingo, 27 de setembro de 2015
Review: Soundmatters FoxL - Hifi im Miniaturformat?
Der FoxL von Soundmatters war eine ziemliche Überraschung für mich. Es war zu einer Zeit, als ich alle verschiedenen Minilautsprecher ausprobieren musste. Ich bildete mir ein, dass es doch Lautsprecher geben müsste, die auch bei kleinsten Ausmaßen einen halbwegs erträglichen Klang erzeugen würden, und nicht einfach nur nach einer billigen Tröte klingen. Der Markt war bereits überfüllt mit den unterschiedlichsten Minilautsprechern, die man teilweise sogar zu mehreren verlinken konnte, um noch mehr "Output" zu erreichen, was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass auch mehrere zusammen trotzdem wie Blechdosen klangen. Einige verfügten sogar über einen "Rüsselmechanismus", um den Resonanzkörper zusätzlich zu vergrößern: Altec Lansing Orbit, Raikko Nano, X-Mini, Wavemaster Mobi und wie sie alle heissen mögen, die meisten mehr schlecht als recht, doch wenigstens nicht übermäßig teuer, sodass sich die Verluste in Grenzen hielten. Einige dieser Spielsachen habe ich weiterverschenkt, andere wieder zurückgeschickt. Es war nichts dabei, was wirklich als ernstzunehmend zu bezeichnen wäre. Der Altec Lansing Orbit war zwar recht OK und sprach mich eher optisch an, war klanglich aber bei weitem nicht das was ich gesucht habe. Ein noch größeres Schnäppchen war der Wavemaster Mobi, den ich sogar immer noch besitze, jedoch kaum nutze. Der Wavemaster hat es tatsächlich geschafft alle anderen sogar teilweise teureren Minilautsprecher klanglich zu überbieten. Ein schön ausgewogener Klang und für die Größe sogar akzeptabler Bass hat mich damals schon beeindruckt.
In dieser Zeit bin ich dann schließlich auch auf den FoxL von Soundmatters gestoßen. Die durchwegs positiven Testberichte, sowie die Eigenwerbung von Soundmatters, der FoxL wäre die Kreation eines ehemaligen NASA-Professors und Audiogenies trugen dazu bei, dass ich irgendwann so neugierig und schwach wurde und den FoxL kurzerhand bestellt habe, trotz des ziemlich utopischen Preises.
Der "Wow-Effekt" war jedenfalls gewährleistet, als ich das Paket endlich in Empfang nehmen konnte. Ich kann mich noch genau erinnern, dass ich an dem Tag bereits spät dran war und zu einem Seminar musste, jedoch unbedingt vorher noch das Paket öffnen und den FoxL ausprobieren wollte. Als ich meinen Player per Kabel an den schokoriegelgroßen FoxL angehängt habe (Bluetooth war für mich damals nebensächlich) und die ersten Takte von Four80East's "Roll On" gehört habe, wusste ich sofort, dass der FoxL etwas besonderes war. Der Slapbass kam extrem druckvoll, die Bassdrum hatte den nötigen "Drive", um einen mitwippen zu lassen. Mir war klar, der FoxL war genau das wonach ich gesucht habe: ein Minilautsprecher, der sogar in einer Hosentasche Platz findet und trotzdem ansprechenden Klang liefert.
Das besondere am Foxl ist, dass der Erfinder, in diesem Fall eben der erwähnte NASA-Professor namens Dr. Guenther einige seiner eigenen Ideen patentiert hat, um einen Miniaturlautsprecher zu bauen, der nicht so nervt wie die am Markt erhältlichen. Der Foxl klingt tatsächlich dank der angewandten Tricks deutlich größer, als man es vermuten würde. Ich kenne genügend größere Lautsprecher, die auf herkömmlicher Akustik basieren, und bei weitem nicht so gut klingen wie dieses Miniteil. Verständlicherweise konnte auch Dr. Guenther die Physik nicht überlisten, so schafft man es klarerweise nicht damit einer Hifianlage Konkurrenz zu machen, oder ein Oktoberfestzelt zu beschallen, aber bei üblicher Lautstärke ist der Klang, den der Foxl produziert dennoch beachtlich und spielt in einer völlig anderen Liga als alle anderen Minilautsprecher zusammengenommen. Er ist imstande einen Bassdruck zu erzeugen, der dem des hochgelobten Logitech PureFi anywhere in nichts nachsteht, und das bei Schokoriegelgröße.
Der FoxL klingt insgesamt sehr ausgewogen, keine Frequenz wird überbetont oder verschluckt, es gibt keine unangenehmen Frequenzbuckel, gerade die Mitten tönen natürlich und die Höhen sind angenehm neutral, ohne ungewöhnliche Färbungen. Das bemerkenswerte jedoch ist, dass er besonders im Bassbereich für die Größe unglaublich tief reicht, trotz fast nicht vorhandenem Gehäusevolumen. Der angewendete Trick liegt vor allem in den Treibern, die von Soundmatters liebevoll "Twoofers" genannt werden: also spezielle Tweeter, die gleichzeitig als Woofer herhalten und zusätzlich den Passivradiator an der Gehäuserückseite antreiben, welcher wiederum den Akku als Masse zum Tuning missbraucht und so den eigentlichen Bass abgibt, der Passivradiator trägt bei Soundmatters auch den lustigen Namen "Bassbattery". Dank des speziellen Designs klingt das ganze auch tatsächlich bemerkenswert erwachsen.
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| "Bassbattery" hinter dem Schutzgitter, das ausgeklappt gleichzeitig als Ständer fungiert |
Ich war überrascht von der Tatsache, dass der Lautsprecher bei lauteren Pegeln zum Rumhüpfen begonnen hat. Dadurch, dass der Passivradiator eine viel höhere Masse hat, als die beiden vorderen Membranen, werden die Vibrationen auch ungleichmäßig an das Gehäuse weitergegeben, was wiederum ein Wandern des Lautsprechers verursacht. Soundmatters hat dafür eine kleine Gummimatte beigelegt, die ein Tanzen und Hinunterfallen vom Tisch verhindern soll. Ohne Matte hört man den Ständer vom FoxL auch an der Stellfläche rattern. Um mir die lästige Matte zu ersparen, habe ich die Unterseite des Ständers mit einem Stückchen ähnlicher Antirutschmatte wie der beigelegten beklebt, diese kriegt man im 1Euro-Shop in verschiedenen Farben. Für mich irgendwie unverständlich, warum Soundmatters in den Ständer nicht zusätzlich eine Gummischicht eingelassen hat, ähnlich wie die vorderen Gummifüsse, um das Rattern zu unterbinden.
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| FoxL mit dem "antiratter-Mod" |
Wie tief die abgegebenen Frequenzen wirklich reichen, merkt man gut, wenn man den Foxl in der Hand hält und das ganze Gehäuse vibrieren spürt. Man empfindet den Bass so auch viel stärker, auch wenn man ihn nicht hört, so spürt man ihn. Es ist fast dasselbe Prinzip wie von Gellautsprechern wie z.B. dem WOWee, bloß dass der FoxL von sich aus bereits gut klingt, die Gellautsprecher ohne Hilfmittel hingegen nur dahinsäuseln.
Legt man den FoxL mit der Rückseite auf eine harte Unterlage, schafft er durch seine Eigenvibration zusätzlich die Unterlage mit anzuregen, vorausgesetzt ein Dämmstoff liegt dazwischen, damit der Lautsprecher nicht einfach herumrattert. Es reicht schon ein Taschentuch, oder ein Stück Stoff dazwischen, und der Tisch darunter wird zum eigenen Bassradiator. Je nach Unterlage kann der Effekt durchaus beeindruckend sein. Bei mir ist es die Oberseite der Waschmaschine im Bad, die zum "Woofer" umfunktioniert, durchaus eine gute Figur macht. Aber auch verschiedene Tische machen sich oft ganz gut. Ich habe jedoch noch nicht herausgefunden, ob Vollholz oder Furnier besser klingt...
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| FoxL mit etwas "Rückendeckung" in der Raumecke klingt sogar besser als der Tivoli One |
Bei Netzbetrieb ist beim Foxl auch eine leichte Steigerung der verzerrungsfreien Lautstärke möglich, von Akku spielt der Foxl mit 2x2 Watt Leistung, bei Netzbetrieb sind es 2x4 Watt. Die maximale (verzerrungsfreie) Lautstärke sollte für normale Zwecke durchaus ausreichend sein, obwohl man damit natürlich kein ganzes Lagerfeuer beschallen oder schreiende Kinder im Park übertönen kann, auch klingt der Foxl im Freien viel weniger imposant als in Innenräumen, was mich in späterer Folge ziemlich enttäuscht hat. Der FoxL ist nicht imstande auch im Freien genügend Bassvolumen zu erzeugen. Der einzige Lautsprecher der vermutlich draussen sogar besser klingt als drinnen, wäre der Bose Soundlink. Beim FoxL dagegen hilft es, wenn er im Freien direkt auf den Boden gelegt wird. Die Basswiedergabe kann so etwas stärker betont werden. Wirklich befriedigende Pegel sind so jedoch nicht möglich. Ich habe einige male versucht den FoxL auch im Park zu verwenden, der laute Stadtverkehr jedoch hat beinahe alles zugedröhnt.
Doch auch im Inneren ist der FoxL durchaus kritisch bezüglich Aufstellung. Mitten im Raum klingt er weit weniger imposant, als z.B. in einer Raumecke. Am besten klingt er in kleinen Räumen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut der FoxL bei mir im Badezimmer in der Raumecke klingt. Direkt auf den Tivoli One gestellt, klingt er beinahe genauso "groß" beim Bruchteil der Größe, jedoch gleichzeitig auch ausgewogener und angenehmer als die alte Tivoli Schuhschachtel.
Der FoxL lässt sich im Grunde sehr laut stellen, viel lauter als andere Minilautsprecher, verzerrt dann aber eben. Ein zusätzlicher Tipp wäre da, bei zu hohen Pegeln zusätzlich den Bass am EQ des Players abzusenken. Über eine dynamische Bassanpassung je nach Lautstärke verfügt das Gerät leider nicht, so klingt der FoxL bei niedrigen Pegeln eher bescheiden, es fehlt einfach die Präsenz im Bassbereich. Ich vermute, dass der Passivradiator zu träge ist und bei geringen Pegeln von den Treibern nicht genügend angeregt werden kann. Es kann aber auch am "Loudness"-Effekt liegen, dass das menschliche Gehör bei leisen Lautstärken niedere Frequenzen um einiges leiser hört. Deshalb neige ich dazu den Basspegel bei leisen Lautstärken anzuheben, bei lauteren etwas abzusenken. Gerade bei niedrigen Pegeln bringt die Anhebung von tiefen Frequenzen einen ziemlichen zusätzlichen Kick, denn der Foxl gibt diese Frequenzen dann auch tatsächlich wieder, was beinahe schon an Subwoofer-artige Effekte erinnert, zu laut darf man dann klarerweise nicht aufdrehen. Ich habe auch mit verschiedenen Effekten herumexperimentiert, und fand dass bei niedrigen Lautstärken die SRS WOW-Algorithmen, oder auch Maxxplayer als Windowsmedia-Plugin dem FoxL zu einem zusätzlichen Schub verhelfen.
Perfekt wäre natürlich eine automatische Regelung, aber so einen "Luxus" sieht Soundmatters leider nicht vor und hat auch meine Bitten diesbezüglich eher belächelt als ernstgenommen. Ganz anders hingegen Geneva Labs, die bei ihrem Model XS den Klang hörbar an die jeweilige Lautstärke optimieren. Der Geneva XS klingt bei leisen Lautstärken um einiges druckvoller als der FoxL, der Unterschied wird erst bei höheren Lautstärken wieder minimiert.
Der Akku hält je nach Lautstärke mehrere Stunden durch. Als ich den FoxL noch ohne Bluetooth verwendet habe, hielt er bei niedrigeren Lautstärken mehr als 20 Stunden, mit Bluetooth müsste man problemlos auf 8 Stunden kommen, was für die meisten Zwecke mehr als ausreichend sein sollte.
Oben am Gehäuse sind 2 Ösen, in die man die mitgelieferte Handschlaufe einfädeln kann. Man könnte aber auch ein Halsband verwenden und den FoxL dann wie einen Anhänger über der Brust rumpendeln lassen. Ich habe das tatsächlich einmal beim Schifahren ausprobiert. Alle Kollegen waren jedenfalls begeistert von der Berieselung und der FoxL hat auch den ganzen Tag durchgehalten.
Zu den Schwachpunkten des FoxL gehört das etwas chaotische Userinterface. Obwohl der Lautsprecher optisch ein striktes Design verfolgt, sind die Bedienelemente überall verstreut. Die Lautstärketasten sind klein und beinahe unnerreichbar nach hinten verlagert, ebenso wie der Powerknopf. Der Aux-In und die Strombuchse befinden sich auf der linken Seite und sind im ersten Moment beinahe nicht voneinander zu unterscheiden. Auf der rechten Seite schließlich eine zusätzliche USB-Ladebuchse sowie ein Subwoofer-Ausgang, über dessen Sinn oder Unsinn man streiten kann. Auch auf der Vorderseite gibt es außerdem einen gelartigen weichen Knopf, der zum Pairing per Bluetooth benötigt wird, aber auch als Rufannahmetaste fungiert.
Die zuletzt eingestellte Lautstärke merkt sich der FoxL übrigens nicht. Er spielt nach dem Einschalten mit einer relativ hohen Lautstärke los. Auch ist der Lautsprecher unverständlicherweise nicht gegen Funksignale abgeschirmt, sodass ein Handy in seiner Nähe die berühmt-schecklichen Rattergeräusche erzeugt, weshalb ich den FoxL auch nie als Freisprecheinrichtung verwende und ihn vorher lieber ausschalte, bevor mich die Störgeräusche nerven. Den hinteren Ständer empfinde ich selbst auch als etwas unbeholfen, er passt haptisch nicht zu dem sonst perfekt verarbeiteten Gehäuse.
Vor einigen Jahren, als die erste Version vom FoxL auf den Markt kam, stellte er eine echte Besonderheit dar, waren zu jener Zeit kaum vergleichbare Lautsprecher vorhanden. Der schon damals äußerst populäre und vielfach gelobte JBL On Tour ist um einiges größer als der FoxL, klingt jedoch im Vergleich eher schrill ohne jeglichen Tiefgang. Seit dieser Zeit hat Soundmatters den FoxL bereits mehrmals überarbeitet. Außerdem werden seit Beginn 2 unterschiedliche Varianten angeboten: Der FoxL als Bluetoothversion mit eingebauter Freisprecheinrichtung sowie ohne Bluetooth als normaler kompakter Lautsprecher.
Nach der Urversion, die ausführlich bereits 2008 von Sound&Vision getestet wurde, kam ziemlich bald V2 auf den Markt. Angeblich wurde hier der Klang nochmals verbessert und die maximale Lautstärke zusätzlich gepusht. V2 hatte jedoch ein Problem bei Bluetoothwiedergabe, was sich durch besonders laute Interferenzen bemerkbar machte und auch von iLounge in ihrem Review bemängelt wurde. Beim derzeit aktuellen Nachfolger V2.2 wurde das Bluetoothproblem behoben. Kürzlich hat Soundmatters sogar eine weitere "Platinum Edition" angekündigt.
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| Version 2 (oben) und 2.2 (unten) jeweils von vorne und hinten |
Klanglich hat Soundmatters ebenfalls einiges geändert. Der alte FoxL klingt im Höhenbereich präsenter, auch ist der Bass anders abgestimmt. Die Bassbattery ist offenbar auf eine niedrigere Frequenz getuned, wodurch klanglich im oberen Bassbereich einiges fehlt. Klanglich entspricht das fast ein wenig dem populären V-Muster bei graphischen Equalizern: Höhen und Tiefen nach oben, den Rest nach unten.
Die neue Version klingt obwohl im Höhenbereich dumpfer, gleichzeitig auch ausgewogener, und der Bass, den man bei der alten Version im tiefen Bereich sowieso kaum gehört hat, sondern höchstens gespürt, wurde bei der neuen Version etwas nach oben verlagert, was dem FoxL zu einem etwas knackigeren Bass verholfen hat. Insgesamt klingt V2.2 dynamischer und gleichzeitig präsenter mit etwas mehr "Kick" unten rum. Durch die unterschiedliche Bassabstimmung verzerrt jedoch der neue FoxL auch etwas früher als der alte. Vor allem Bassdrums machen dem neuen mehr zu schaffen als dem alten. Housekicks hatten beim alten FoxL noch Druck, beim neuen fallen sie offensichtlich genau in die Resonanzfrequenz vom Passivradiator und verzerren früher.
Ebenso wurde das Verhalten bei hoher Lautstärke leicht verändert. Der alte FoxL hat bei hohen Levels die Pegelspitzen stärker komprimiert, wodurch einerseits Verzerrungen vermieden werden konnten, andererseits hat die Bearbeitung manchen Stücken zu einem zusätzlichen "Drive" verholfen, ähnlich der Dynamikkompression bei Radiosendern, die die Lautstärke vor der Übertragung maximieren.
Dem neuen FoxL fehlt jedoch diese Dynamikkompression. Er behebt das Problem anders, in dem er einfach leiser wird, wenn Teile der Musik zu laut werden. Das hat leider den etwas unerwünschten Nebeneffekt, dass die Musik zu pumpen beginnt, wenn zu hohe Pegel erreicht werden und der Gesamtpegel plötzlich gesenkt wird. Fängt ein Stück ruhig und laut an, kann es plötzlich hörbar leiser werden, sobald Bass oder Schlagzeug einsetzen. Mir wäre ehrlich gesagt eine etwas subtilere Regelung lieber gewesen, vielleicht sogar mittels frequenzabhängiger Kompression. Wenn man bauartbedingt akustisch bereits derart am Limit ist, sollte man zusätzliche Tricks anwenden, um das System weiter zu pushen und optimieren. Ich kann nicht sagen, ob Soundmatters bei der "Platinum Edition" eine weitere Klangoptimierung versucht hat, es sieht jedoch nur nach marginalen Überarbeitungen der Akkukapazität sowie der Integration des Apt-X Bluetooth Codecs aus (nicht zu vergessen der neue platinfarbene "Anstrich").
Die Konkurrenz hat zwischenzeitlich natürlich nicht geschlafen, so gibt es von anderen Herstellern bereits ähnliche Lautsprecher in dieser Größe. Der wohl populärste Vertreter ist die Jambox von Jawbone, die sogar auf der Soundmatters-eigenen Technologie beruht. Monster Cable hat baugleich mit Logic3 einen eigenen Lautsprecher mit Passivmembran anzubieten, der zwar klanglich nicht so ausgewogen wie der FoxL spielt, jedoch deutlich höhere Pegel erreichen kann, und auch günstiger ist. Vor kurzem kündigte Logitech eine eigene Version ihrer "Mini-Boombox" an, die vermutlich irgendwo in China zusammengeschustert und von anderen Herstellern (iui und xqisit) ebenso baugleich angeboten wird. Zu den klanglichen Qualitäten dieser Modelle kann ich nichts sagen.
Frisch auf dem Markt, jedoch vom Formfaktor bereits etwas größer der Geneva XS, der dem FoxL klanglich echte Konkurrenz macht und bei ähnlichem Preis sogar zusätzliche Features wie Radio und Uhr bietet. Von Jawbone soll demnächst eine "Jambox Big" erscheinen...
Es wäre zu hoffen, dass Soundmatters ebenso wenig schläft, und den FoxL weiterentwickelt. Viele innovative Produkte von Soundmatters, wie den schuhschachtelgroßen, jedoch gleichzeitig kraftvollen Subwoofer Substage 100 oder die leistungsstarke Soundbar Slimstage wurden schon vor längerer Zeit zu Grabe getragen, mit der Ausrede sich nun vollends auf den FoxL konzentrieren zu wollen. Bisher habe ich jedoch keinerlei Weiterentwicklung gemerkt. Dynamische Klanganpassung, ein zusätzlicher Passivradiator vorne zur weiteren Bassoptimierung sowie zur Minimierung von Vibrationen, gegebenfalls eine etwas größere Version, all das wäre durchaus vorstellbar.
Der FoxL bleibt auf jeden Fall etwas besonderes, auch wenn zwischenzeitlich bereits viele Alternativen am Markt sind, die ähnlich interessant erscheinen mögen. Ich jedenfalls habe bisher noch keinen anderen Lautsprecher in dieser Größe gefunden, der besser geklungen hätte, auch wenn ich sicher bin, dass da noch einiges mehr an Potential steckt.
+ der kleinste Lautsprecher mit dem (bisher) "größten" Klang
+ angenehmer Frequenzverlauf ohne extreme Klangverfärbungen
+ druckvoller Bass bei hohen Lautstärken
+ stabiles und gut verarbeitetes Gehäuse
- Verzerrung bei hohen Lautstärken
- dünner Klang mit wenig Bass bei niedrigen Lautstärken
- beschränkte Stereoabbildung
- chaotische Bedienoberfläche
- keine Abschirmung gegen Mobilfunk
- Rumtanzen und Rattern aufgrund der Vibrationen bei hohen Lautstärken
- relativ teuer
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